Neuer Boss an Bord

Ein neuer Chef an der Firmenspitze ist für Managerkarrieren Risiko und Chance zugleich. FORMAT gibt Überlebenstipps.

Der Job mag ja gut bezahlt sein. Doch der Kampf ums Dasein ist in Führungsetagen meist noch ein bisschen härter als im ohnehin schon anspruchsvollen Berufsleben des Durchschnittsangestellten. Besonders gefährlich wird das Leben des Managers, wenn sein oberster Boss an der Firmenspitze ausgewechselt wird. Hart, aber gerecht: je höher die Managementebene, desto dünner die Luft.

Wie eine im aktuellen „Harvard Business Manager“ zitierte US-Studie zeigt, muss sich als Folge eines CEO-Wechsels in einem Unternehmen auch jeder dritte Topmanager einen neuen Job suchen. Von den Führungskräften der nachgelagerten Ebenen trifft dieses Los immerhin noch bis zu 25 Prozent. Entscheidend dafür, wie hoch die Fluktuation nach dem Chefwechsel wirklich ausfällt, ist der Umstand, ob der neue CEO aus den eigenen Reihen kommt oder von außen rekrutiert wurde. Nach einem internen Chefwechsel geht die Fluktuationsrate im Topmanagement von den üblichen 17 auf 22 Prozent eher moderat nach oben. Kommt jedoch ein neuer Boss von außen an die Schalthebel der Macht, müssen letztlich fast doppelt so viele Spitzenkräfte wie in „normalen“ Phasen ihre Schreibtische räumen. Und während sich Führungskräfte der zweiten und dritten Ebene relativ sicher fühlen können, wenn die Nachbesetzung des CEO aus der eigenen Firma erfolgt – die Fluktuation steigt in diesem Fall kaum –, so kommt es bei einem externen Neo-Boss auch auf diesen Ebenen zu ziemlichen Kahlschlägen.

Mit der Situation, dass ein neuer Boss Schlüsselpositionen neu besetzt, müssen sich Manager auch hierzulande immer öfter auseinandersetzen. Wie eine Studie des Beraters Booz Allen Hamilton zeigt, hat sich nämlich die Rate der CEO-Ablösen in Europa in den letzten zehn Jahren praktisch verdoppelt und lag 2006 sogar höher als im traditionell von „hire and fire“ geprägten amerikanischen Raum: Jeder sechste Vorstandschef der größten börsennotierten Firmen wurde im Vorjahr abgelöst. Weniger als die Hälfte der Wechsel erfolgte dabei planmäßig, die Mehrzahl wegen schlechter Performance oder aufgrund von Fusionen und Übernahmen.

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