Nach dem Tsunami: Der Spenden-Check

Nach dem Tsunami das Tsumoney: Die Flutwelle in Südostasien löste eine globale Spendenwelle aus. FORMAT untersuchte in Österreich, wer das Geld bekommt und was damit geschieht.

Die E-Mail ist erschütternd: „Wir sind eine indonesi-sche Familie und haben alles verloren“, schrieb da ein „Tsunami-Survivor“. „Unser Haus ist zerstört und zwei Brüder in den Flutwellen umgekommen.“ Darunter steht eine Kontonummer aus Malta. Inhaber: nicht identifiziert.

Die globale Spendewelle nach der Tsunami-Katastrophe erlebt ihre ersten Trittbrettfahrer: Falsche Spendenaufrufe, Computerviren oder Spyware-Programme kursieren unter Titeln wie „Tsunami: Please Help“ im Netz. Doch gerade in Österreich dürfte die Gefahr, dass jemand darauf hereinfällt, gering sein. Spätes-tens seit der Spendenaffäre um World Vision, die kürzlich mit einer Verurteilung beendet wurde, gehen die spendenfreudigen Österreicher sehr vorsichtig mit ihrem Geld um. Aber nach wie vor großzügig: Vier Wochen nach der Flutkatastrophe sind schon über 40 Millionen Euro gespendet worden. Der Löwenanteil davon geht an die großen Hilfsorganisationen: 25 Millionen sammelte allein Nachbar in Not.

Neun Millionen langten zusätzlich auf dem Spendenkonto der Caritas ein, weitere sieben Millionen beim Roten Kreuz, und die Ärzte ohne Grenzen bekamen ohne eine einzige Aussendung zwei Millionen Euro. Selbst das ÖVP-nahe Hilfswerk mit einem normalen Jahresbudget von etwas über acht Millionen Euro plant Wiederaufbauprojekte im Umfang von 10 Millionen.

Mit dem Geld wird schnell und effizient geholfen. Schon Stunden nach der Flutwelle wurden die ersten Hilfspakete verteilt, nun sind in den Katastrophengebieten Assessment-Teams unterwegs, um den Wiederaufbau zu planen und zu koordinieren. Möglich ist das dank des globalen Netzwerks der großen Hilfsorganisationen und ihrer hochspezialisierten Mitarbeiter.

Wer wissen will, was mit seiner Spende geschieht, wird bei all diesen Organisationen im Detail informiert. Alle lassen ihre Bilanzen durch Wirtschaftsprüfer kontrollieren und veröffentlichen ihre Geschäftsberichte. Und der Wille des Spenders ist Befehl: Denn die Spenden werden grundsätzlich zweckgebunden verwendet. Geld, das für Tsunami-Opfer gespendet wird, muss auch für Tsunami-Opfer ausgegeben werden.

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