Mobilfunk-Dekade: Zehn Jahre Handy-Mania

Zehn Jahre freier Markt im Mobilfunk haben Österreich verändert: Die Tarife rasselten in den Keller. Jetzt sinken erstmals die Umsätze.

Im Herbst 1997 herrschte Hochbetrieb in der max.mobil-Zentrale im 3. Wiener Gemeindebezirk. Eine kleine Truppe von AHS-Absolventen hämmerte Daten in die Computer des damaligen Mobilfunk-Startups – Adressen, Namen und Telefonnummern neuer Handybesitzer. Im Sekundentakt trudelten per Fax händisch ausgefüllte Anmeldeformulare ein. „Beeilt euch“, rief Abteilungsleiter Walter Seybold hektisch, „die Leute wollen freigeschaltet sein und all ihren Freunden mitteilen: ,Hey, jetzt hab ich ein Handy!‘“

Der Grund für die Betriebsamkeit: Erstmals hatte die Handelskette Hartlauer ein Produkt zum Kampfpreis feilgeboten, das bis dato als protziges Spielzeug reicher Snobs galt – ein Handy: Wer ein Philips Fizz um 1.490 Schilling erwarb, bekam ein zweites Gerät gratis dazu. „Das war eine Sensation. Ich habe mich persönlich ins Geschäft gestellt und ein paar hundert Neukunden angemeldet“, erinnert sich Robert Hartlauer. „Dabei war das Philips-Gerät klobig wie ein Ziegelstein. Und bereits nach einer halben Stunde telefonieren war der Akku leer.“

Der Auftakt zur Handy-Dekade fiel ein Jahr zuvor: max.mobil war 1996 als erste private Konkurrenz zur staatlichen Mobilkom aus der Taufe gehoben worden. Die Gesellschafter – darunter Siemens, Bawag und der spätere Alleineigner T-Mobile – läuteten damit eine neue Zeitrechnung in der heimischen Telekombranche ein. Wie stark der Wettbewerb den Markt revolutioniert hat, zeigt ein simples Beispiel: Gab es vor zehn Jahren im Festnetz noch Vierteltelefone, wo sich vier Haushalte eine Leitung teilen mussten, ist es heute umgekehrt – rein rechnerisch gesehen hat jeder Österreicher bereits mehr als ein Handy.

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