Mitten im Quotentief. Die erste Bilanz der ORF-Reform: historische Tiefstand von 37%

Zwei Monate Programmreform haben dem ORF die schlechtesten Quoten seiner Geschichte beschert. Wie soll ORF-Chef Alexander Wrabetz reagieren? Neben einigen schlechten Sendungen hat er auch ein Strukturproblem.

Wenn Alexander Wrabetz in seinem Büro im sechsten Stock des ORF-Zentrums am Küniglberg vom Schreibtisch aufblickt, dann sieht er: vier Fernseher. Auf Nummer eins läuft: CNN. Nur so für den Fall, dass irgendwo irgendwas auf der Welt passiert. Auf Nummer zwo: 3sat, das ORF-Gemeinschaftsprogramm und immer mal für eine intelligente Sendung gut. Auf Nummer drei: ORF 2. Und auf Nummer vier läuft ein Problemfall. Er heißt: ORF 1.

Knapp zwei Monate sind seit der ORF-Programmreform, der laut Eigendefinition „größten Programmreform aller Zeiten“, ins Land gezogen. Ziemlich brutal sollte damals mit Sehergewohnheiten gebrochen und das Programm komplett neu durchgemischt werden. So gesehen war die Reform auch erfolgreich: Die Sehergewohnheiten haben sich geändert. Wirklich freuen kann das den ORF freilich nicht – denn etliche potenzielle Zuschauer schauen heute andere Programme.

36,7 Prozent Gesamtmarktanteil hatte der ORF zuletzt – das sind fünf Prozent weniger als noch vor einem Jahr. In der sogenannten werberelevanten Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen sackte der ORF auf unter 30 Prozent Marktanteil ab – das sind sogar zwölf Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

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