Mit Ach und Krach: Die neue Regierung.
Stärken und Schwächen des Programms

Sonntagnachmittag war alles noch in bester Ordnung. Nach einer großen Verhandlungsrunde zwischen SPÖ und ÖVP war noch ein kleiner Kreis von SPÖ-Verhandlern mit Parteichef Alfred Gusenbauer sitzen geblieben, um noch offene Punkte zu beraten: wie ein Kompromiss bei den Studiengebühren aussehen könne, was mit den Eurofightern passieren werde und auch, welche Partei welches Ressort bekommen soll. Dass die Verhandlungen dabei tough werden, war allen Beteiligten klar, und darum sollte Gusenbauer nochmals der Rücken gestärkt werden. Danach zog der SPÖ-Chef ein Zimmer weiter, zu einem letzten Vieraugengespräch zwischen Gusenbauer und Wolfgang Schüssel.

Das Ergebnis der Übung: bekannt. Weder bei den Studiengebühren noch bei den Eurofightern konnte sich die SPÖ wirklich durchsetzen. Und dass in der Nachtbesprechung Gusenbauer und Schüssel das eher rote Innen- und das doch ziemlich schwarze Verteidigungsministerium abtauschten, sollte bereits am Montag zu heftigem Wirbel an der SPÖ-Basis führen, ebenso, dass die Hauptverantwortung für den Arbeitsmarkt weiter bei Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und nicht beim neuen Sozialminister Erwin Buchinger liegen wird. Auch Norbert Darabos, der sich schon als künftiger Innenminister gesehen hatte, erfuhr erst Sonntagnacht, dass er Verteidigungsminister wird. Wirklich erfreut war der burgenländische Zivildiener (einer seiner Vorgänger als Verteidigungsminister, Werner Fasslabend, war gänzlich untauglich) darüber nicht gerade.

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Kommentar
Franz C. Bauer, trend-Redakteur

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