Mindeststandards für alle Arbeitnehmer

„Wir brauchen ein Lohnwachstum, um die Nachfrage im Inland anzukurbeln.“

Die exportgestützte Konjunktur schwächelt, der Arbeitsmarkt wird davon betroffen sein. Darauf mit „Ausländer raus“ und Zurückhaltung bei den Lohnrunden zu reagieren gehört zu den Konzepten von vorgestern. Seit Jahren sinken die Reallöhne breiter Bevölkerungsgruppen. Doch was wir brauchen, ist ein deutliches Lohnwachstum, denn höhere Einkommen kurbeln die Nachfrage im Inland an – damit wird sowohl den ArbeitnehmerInnen als auch der Wirtschaft geholfen. Die Drohung der Arbeitgeberseite, „faire“ Lohnsteigerungen würden die Lohn-Preis-Spirale anheizen, wirkt in Anbetracht der rea­len Ursachen der aktuellen Inflation mehr als absurd. Nicht die Löhne sind die Preistreiber, sondern die Energiepreise und Fehlinvestitionen – und die müssen von Unternehmerseite ausgeglichen werden. Und die neuen EU-BürgerInnen? Tausende von ihnen arbeiten bereits jetzt in Österreich, sind aber häufig – wie unzählige ihrer inländischen KollegInnen im Niedriglohnsektor – Opfer von Lohn- und Sozialdumping.

Damit in- und ausländische Arbeitskräfte nicht länger gegeneinander ausgespielt werden können, gibt es nur eine Lösung, und die lautet: gesetzliche Mindeststandards und Mindestlöhne, die auch entsprechend kontrolliert werden! Die Stärkung der Binnennachfrage durch Lohnerhöhungen sowie faire gesetzliche Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt sind die grünen Rezepte für morgen. Denn vorgestern ist definitiv vorbei.

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Georg Kraft-Kinz

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