Milton Friedman
* 31. 7. 1912 - 16. 11. 2006

Der neoliberale Wirtschaftsberater von Reagan und Thatcher starb in der vergangenen Woche. Drei Experten diskutieren seine Theorien.

Milton Friedman, der wichtigste Vertreter der „Chicagoer Schule“, trat für eine Minimierung des staatlichen Einflusses ein, um damit die gesellschaftliche Freiheit des Einzelnen zu fördern. Radikal: 2005 forderte Friedman die Legalisierung von Marihuana, früher schon trat er für ein arbeitsloses Grundeinkommen für jeden Bürger bei Abschaffung sonstiger Sozialleistungen ein. Auf ihn beriefen sich Anti-Gewerkschaftskämpfer wie Thatcher und Reagan, aber auch lateinamerikanische Militärdiktatoren. Friedman stellte seine Wirtschaftstheorien in krassen Widerspruch zu John Maynard Keynes, der nach der Weltwirtschaftskrise der 30er die Nachfrage über staatliche Ausgaben zu steuern versuchte. Kritiker werfen Friedman vor, einem Laisser-faire-Liberalismus den Weg geebnet zu haben.

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