Milliardengeschäft mit Uhren

Die Schweizer Uhrenindustrie verzeichnet mit der Erschließung neuer Märkte in Russland und China zweistellige Umsatz- und Ertragszuwächse. Auch Österreichs Händler spüren Aufwind.

Das Herz jedes Uhrenliebhabers schlägt höher. Hersteller, Händler und deren Klientel fiebern den saisonalen Höhepunkten der Branche entgegen: Am 9. November startet im Wiener MuseumsQuartier Österreichs größte Uhrenausstellung „Viennatime“, die diesmal 58 Uhrenmarken präsentieren wird – und Weihnachten steht vor der Tür, traditionell die lukrativste Verkaufszeit für die Händler, weil sich der übliche Monatsumsatz fast verdoppelt.
Allerdings weihnachtet es für die Uhrenindustrie und ihre Vertriebspartner schon länger. In den letzten drei Jahren boomt das Geschäft der Produzenten teurer Zeitmesser. Im ersten Halbjahr 2007 exportierte die Schweizer Uhrenindustrie, der weltweit wichtigste und prestigeträchtigste Erzeuger, laut dem Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH 11,8 Millionen Armbanduhren. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 3,6 Prozent. Noch beeindruckender sind allerdings die Umsatzzahlen, die in dieser Periode um 15,4 Prozent auf 6,6 Milliarden Schweizer Franken kletterten. „Wir verzeichnen eine Tendenz zur Dynamik, insbesondere im Vergleich zu anderen Branchen“, bestätigt Philippe Merk, CEO von Maurice Lacroix International. Eine Uhrenmarke, die in Montfaucon, Westschweiz, produziert wird und jetzt eine neue Ausrichtung erhält. Die Geschäftsleitung ändert ihre Unternehmenspolitik und konzentriert sich auf Innovationen im teuersten Segment.

Der Umsatz wächst vor allem bei kostspieligen mechanischen Uhren und lässt die Kassen der Hersteller kräftig klingeln. Allen voran beim dominierenden Uhrenproduzenten, der schweizerischen Swatch Group, die neben den bekannten Plastik-Quarzuhren Edelmarken wie Breguet, Blancpain, Glashütte Original und Omega produziert. Im ersten Halbjahr 2007 erhöhte sich der Bruttoumsatz um 20 Prozent und überstieg damit die Schwelle von zwei Milliarden Schweizer Franken. Erneut war der Anstieg im Luxusbereich, so teilt der Konzern mit, besonders ausgeprägt. „In Österreich ist es uns gelungen“, so Rudolf Semrad, Geschäftsführer der Swatch Group Österreich, „bei allen Marken und in allen Segmenten über dieser internationalen Wachstumsrate zu liegen.“
Auch der Schweizer Richemont-Konzern, der Edelmarken wie Cartier, Baume & Mercier, IWC, Piaget und Jaeger-LeCoultre vermarktet, kann eindrucksvolle Zahlen vorweisen. So verzeichnete das Unternehmen bis zum Ende des Geschäftsjahres im März einen operativen Gewinn von 274 Millionen Euro, was einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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