Milliardendesaster: Wer die Zeche zahlt

Die US-Hypothekenkrise löste ein weltweites Kursbeben aus. Selbst Lebensversicherungen und Fremdwährungskredite sind betroffen. Und ein Konjunktureinbruch könnte die Lage weiter verschärfen.

Eigentlich war es ja schon seit vielen Monaten klar, dass der überhitzte US-Häusermarkt früher oder später zur Problemzone Nummer eins für das globale Finanzsystem werden musste. Trotzdem überraschten die Ausmaße der weltweiten Börsenverluste auch Experten: In den USA lösten sich 688 Milliarden Euro Kurswert in wenigen Tagen in Luft auf. Auch Europa wurde voll vom Abwärtsstrudel erwischt: Allein bei den wichtigsten 50 Aktien summierten sich die Verluste seit dem Jahreshoch am 13. Juli auf 308,8 Milliarden. Und die Börse Wien konnte sich ebenfalls nicht entziehen und büßte 18,8 Milliarden Euro ein. Die Zeche zahlen nicht nur die Aktionäre, sondern auch Hunderttausende Österreicher, deren private Vorsorge plötzlich einen Dämpfer erlitt oder deren Fremdwährungsschuld für ihre Immobilie unvermittelt ein paar tausend Euro höher ausfällt.

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Ein launiges Sprichwort sagt, das Geld ist nicht weg, es hat bloß ein anderer. Daran ist auch in der jetzigen Börsenkrise zumindest ein Körnchen Wahrheit. Lange Zeit haben die globalen Investmentbanken, die die zweitklassigen US-Hypotheken zu Anleihepaketen verschnürten, bestens verdient. Und mit im Boot saßen die Ratingagenturen, die gegen entsprechende Gebühren diese Papiere als sicher einstuften, ja sogar manchmal die Traumnote AAA vergaben, die eigentlich so sicheren Schuldnern wie der Republik Österreich vorbehalten sein sollte. Und viele Banken, nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, nahmen die Versprechungen für bare Münze und investierten viele Milliarden in die vermeintlich sicheren Papiere, die oft nur ein paar Zehntel mehr Rendite abwarfen als solide Staatsanleihen. Doch manche der unter dem Begriff ABS (für Asset Backed Securities, eine Weiterentwicklung der Pfandbriefe) bekannten Anleihen erwiesen sich in der Vollbremsung an den Börsen als praktisch unverkäuflich.

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Exchange Traded Funds (ETFs) gelte als risikoarm. Investments in die passiven Anlagefonds sollten dennoch überlegt sein.

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