Mensdorff-Pouilly: Staatsanwaltschaft Wien
leitet Verfahren gegen Waffenlobbyisten ein

Alfons Mensdorff-Pouilly kommt nicht zur Ruhe. Nachdem in der Vorwoche das Bundeskriminalamt das Schloss des Grafen sowie seine Büroräumlichkeiten in Wien gestürmt hat, hat nun auch die Staatsanwaltschaft Wien ein eigenes Verfahren gegen den Waffenlobbyisten eingeleitet. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Die Hausdurchsuchungen in der Vorwoche, die auf Antrag der britischen Behörden durchgeführt wurden, haben offenbar auch das Interesse der österreichischen Ermittler geweckt. Staatsanwalt-Sprecher Gerhard Jarosch sagt gegenüber FORMAT: "Wir mussten ein Verfahren gegen Alfons Mensdorff-Pouilly einleiten. Das Bundeskriminalamt ist derzeit mit der Auswertung des beschlagnahmten Materials beschäftigt." Der Ausgang des Verfahrens hängt laut Jarosch von der Qualität der sichergestellten Beweise ab.

Ermittelt wird wegen des Verdachts der Geldwäsche und Bestechung im Zusammenhang mit der Eurofighter-Vergabe. Außerdem erwarten die Ermittler brisante Informationen aus den Unterlagen, die bei Mensdorffs-Steuerberatungskanzleio, Ginthör & Partner, sichergestellt wurden. Der Anwalt des Grafen, Harald Schuster, weist gegenüber FORMAT alle Vorwürfe vehement zurück: "Da ist nichts dran." (apa/red)

Karrieren

Studie: Wie Unternehmer ticken, was sie antreibt

Wirtschaft

Rapid Wien - Der Doppelpass auf der Rasierklinge

Wirtschaft

Volkswagen investiert 44 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien