Mehrkosten für Senioren berücksichtigen

Seniorenvertreter fordern eine kräftigere Erhöhung der Pensionen, ist dieser Wunsch berechtigt?

Die Antwort ist klar und eindeutig: 2,1 Prozent für alle! Bundesregierung und Gesetzgeber haben sich stets zur Erhaltung der Kaufkraft der Pensionen bekannt. Auch die von der Regierung Schüssel im Rahmen der Pensionsreform entwickelte Wertsicherung mündete in die bundesgesetzliche Verpflichtung, alle Pensionen mit jenem Prozentsatz jährlich zu erhöhen, den die Statistik Austria für die Teuerung aufgrund der Preisentwicklung errechnet. Das ist geltendes Recht. Bisher ging die Bundesregierung von einem einheitlichen Prozentsatz aus, dem Verbraucherpreisindex. Dieser beruht auf dem Konsum einer vierköpfigen Arbeitnehmerfamilie, also Vater, Mutter, zwei Kinder.

Wir Seniorenvertreter haben lange darauf hingewiesen, dass Senioren andere Konsumgewohnheiten haben als eine Familie mit Kindern. Die Statistik Austria hat mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung einen langjährigen Versuch angestellt und bestätigt: Senioren wenden höhere Einkommensteile für Grundnahrungsmittel, Energie, Heil- und Pflegemittel auf als die Aktiven.

Gerade diese Posten werden aber ständig überdurchschnittlich teurer: Jetzt auch die Lebensmittel, die ja nach dem EU-Beitritt billiger wurden (Butter, Milch, Mehl). Die Dinge, die billiger werden oder nicht so stark steigen, wie Elektronik, Fernreisen, Ausbildungskosten, Pkw, helfen den Senioren wenig, denn sie haben dort einen niedrigeren Bedarf. Die Mehrkosten der Senioren liegen bei 0,4 Prozent über der allgemeinen Teuerung zum Stichtag: 1,7 Prozent!

Die Senioren haben in schlechteren Wirtschaftszeiten auf Teile der Wertsicherung verzichten und sich bescheiden müssen. Sie haben es getan und waren solidarisch. Jetzt, da die Zeiten besser sind und die Steuereinnahmen sprudeln, erwarten wir, dass uns Gerechtigkeit widerfährt, nämlich die volle Wertsicherung. Wenn der Pensionsminister Buchinger (unzuständigerweise) von einer Lohnrunde von 4 Prozent redet, erwarte ich von ihm, dass er auf dem Gebiet, wo er zuständig ist, mit gleichen Ellen misst!

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