Mehr Geld zurück für illiquide Polizzen und Fonds

Drei bis fünf Prozent mehr als bei Storno der Versicherung.

Die Statistik ist ernüchternd: Jede zweite Lebensversicherungen wird vor dem vertraglichen Ablaufdatum gekündigt. Für die Kunden ist das ein sicheres Verlustgeschäft – in aller Regel bekommt man weniger heraus, als ein­gezahlt wurde. Noch schwieriger ist die Situation für Besitzer geschlossener Immobilien- oder Schiffsbeteiligungs-Fonds: Hier ist ein vorzeitiger Ausstieg aus den jahrelang laufenden Verträgen an sich gar nicht vorgesehen. Im Fall der Fälle gibt es aber einige Wege, an sich illiquide Produkte zu verkaufen und damit den Erlös zu optimieren.

Verkauf über den Zweitmarkt. So kann man Lebensversicherungen, statt sie zu kündigen, an Policen Direkt verkaufen. Typischerweise bekommt man dort bei Verträgen mit laufender Prämie oft drei bis fünf Prozent mehr als bei einem Storno. Bei Einmalerlägen kann der Vorteil sogar mehr als zehn Prozent betragen. Dies ist dann möglich, wenn sich so die Strafsteuer von sieben Prozent vermeiden lässt, die bei Kündigungen in den ersten zehn Jahren anfällt. Weiteres Plus: Nach dem Verkauf läuft der Ablebensschutz für den ursprünglichen Versicherten gratis weiter, da Policen Direkt die Prämien bis zum vertrag­lichen Ablauf zahlt. Infos gibt es unter www.policendirekt.at oder telefonisch unter 0810/96 60 07.

Für Besitzer von geschlossenen Fonds gibt es gleich mehrere Mög­lichkeiten zum vorzeitigen Ausstieg. So offeriert Policen Direkt jetzt zusätzlich die Möglichkeit, unter www.fonds direkt.com geschlossene Fonds zu verkaufen. Policen Direkt holt dann bei gewerblichen Ankäufern Preisangebote ein und sagt dem Verkäufer, was das beste Offert ist. Ähnlich agiert auch
die WM AG (www.wm-ag.at). Wie hoch der Erlös ist, hängt ganz vom Fonds ab. Generell gilt, dass bei Immobilienfonds der Verkauf schwieriger ist und man manchmal nur Rückkaufswerte von 40 bis 50 Prozent des Ursprungsinvestments bekommt, im Optimalfall sind aber auch über 100 Prozent möglich. Bei Schiffsfonds kann man mit 70 bis 130 Prozent rechnen. So hat zum Beispiel die WM AG das Contai­nerschiff Jula S des deutschen Emittenten HCI kürzlich um 126 Prozent angekauft. Einschließlich der
seit 2005 gezahlten Ausschüttungen haben die Anleger so immerhin
46 Prozent verdient. Neben diesen gewerblichen Aufkäufern bieten auch einige Anbieter den Rückkauf eigener Fonds an. Außerdem gibt es Börsen wie www.zweitmarkt.de, ein Angebot der Wertpapierbörsen Hamburg-Hannover, an der man geschlossene Fonds verkaufen, aber auch aus zweiter Hand kaufen kann.

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Peter Schentler, Principal Horváth & Partners Österreich

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