Lufthansazeigt Interesse: "Eigentümer muss zuerst wissen, was er mit AUA vorhat."

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber signalisiert im aktuellen FORMAT sehr offen sein Interesse an der AUA, spielt den Ball aber an den AUA-Haupteigentümer, also die ÖIAG bzw. den Staat: "Dieser muss zuerst einmal wissen, was er mit der AUA in Zukunft überhaupt vorhat. Der Eigentümer hat sich noch nicht geäußert, wie er damit umgeht." Aktionen gegen den Willen der Österreicher wird die Lufthansa keinesfalls setzen, betont Mayrhuber im FORMAT: "Unser Geschäft ist es nicht, eine Airline zu kaufen, sondern für den Kunden das bestmögliche Netzwerk zu organisieren. Das machen wir zum Beispiel in der Star Alliance, wo wir auch mit AUA kooperieren. Und wenn es darüber hinaus noch Synergien gibt, kann man die nur einvernehmlich heben. Es muss ‚friendly‘ sein und für beide Seiten Sinn machen."

Dass es sich bei der Übernahme von Airlines um eine sensible Thematik handelt, versteht Mayrhuber: "Denn man kauft ja nicht eine Fabrik, sondern übernimmt im Grunde Verantwortung für einen integralen Bestandteil der Infrastruktur eines Landes. Dass wir das kennen und auch können, haben wir an anderen Stellen bewiesen. Etwa in Italien mit Air Dolomiti und in der Schweiz mit Swiss. Aber es ist nicht unsere Entscheidung, ob mit der AUA Gespräche stattfinden sollen oder nicht."

Die Angst, das Flugdrehkreuz Wien könnte durch einen AUA-Verkauf leiden, versucht Mayrhuber im FORMAT-Gespräch zu zerstreuen: "Die Logik, dass man einen Standort nutzt wie eine Autofabrik, die zählt ja hier nicht. Es wollen ja Passagiere nach Wien, darüber hinaus wollen die Kunden die Anbindungsqualtität eines Netzwerks aus Wien heraus nutzen. Das ist das Entscheidende. Und das ist der Grund, warum wir mehrere Drehscheiben haben. Es hat ja in der Schweiz auch die Diskussion gegeben, ob das Drehkreuz Zürich nach Frankfurt und München verlegt wird. Das ist blanke Theorie." Als Voraussetzung für einen guten Hub nennt Mayrhuber einen funktionierenden Markt: "Den gibt es ja in Wien, sonst wäre die AUA nicht da. Dann gilt es, entsprechende Synergien mit anderen zu nutzen, da hapert es bisschen."

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen FORMAT 23/08!

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