Letzter Akt im Wirtschaftskrimi um Richard Lugner

Mithilfe der Volksbank konnte Richard Lugner den Konkurs seiner Baufirma abwenden. Grund zur Freude gibt es für ihn aber wenig: Sein Lebenswerk ist perdu.

Im allerletzten Moment kratzt Richard Lugner, 70, die Kurve. Am 28. November endet die Frist zur Abwendung eines Totalkollapses seiner Baufirma. Doch wie FORMAT exklusiv erfuhr, stellt ihm die Volksbank frisches Geld zur Verfügung. Damit kann er den Konkurs abwenden.

Grund zum Jubeln hat Lugner trotzdem nicht. Denn persönlich bleibt ihm kaum noch nennenswertes Vermögen. Für die Baufirma hat er das Ärgste verhindert, doch sein Lebenswerk ist mehr oder weniger weg: Mit dem Geld von der Volksbank sperrt er die Baufirma zu. Mit seinen privaten Immobilien haftet er für Kredite bei Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und Erste Bank. Und auch das Einkaufszentrum Lugner City ist für Lugner selbst nur noch Schall und Rauch: Rund 65 Millionen Euro ist es am Immobilienmarkt wert. Laut FORMAT vorliegenden Grundbuchauszügen ist es in gleicher Höhe mit Pfandrechten und Haftungen belastet. „Dem Mann bleibt schlicht und einfach gar nichts mehr“, resümiert Alois Schönfeld vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV).

Kein Notgroschen für Richard Lugner. Lugners neue Armut wurzelt im Crash seiner Baufirma. Mit 27,3 Millionen Euro an Verbindlichkeiten schlitterte sie in die Krise. 17 Millionen davon sind besicherte Bankkredite. Unter „Haben“ sind nur 12,6 Millionen Euro verbucht. Unter dem Strich stehen neun Millionen Euro an sofort fälligen Außenständen. Die zahlt „Mörtel“ Lugner jetzt zumindest teilweise zurück.

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PLUS: Wie Richard Lugner im letzten Moment den Konkurs seiner Baufirma abwendete
PLUS: Lugner quetschte jeden Cent aus der Lugner City

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