„Kreativ, kein Größenwahn“

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz über seine Pläne beim F1-Team Minardi, seinen Erfolg mit einer mobilen Druckmaschine, seine privaten Hotelinvestments und wieso er trotz Rückschlägen an den Durchbruch im Fußball glaubt.

FORMAT: Herr Mateschitz, Sie kommen vom Grand Prix aus Monza. Verstimmt über das schlechte Abschneiden des Red-Bull-Teams?
Mateschitz: Gar nicht, das gehört dazu. Es kann nicht jedes Wochenende so gut sein wie das letzte. Das Team schlägt sich in dieser Saison hervorragend und hat die Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt. Außerdem stecken wir schon fast die ganze Kraft in das nächstjährige Auto.
FORMAT: Mit den Ferrari-Motoren?
Mateschitz: Ja. Red Bull Ferrari wird das erste Team sein, das Ferrari im Teamnamen verwenden darf.
FORMAT: Sie pilotieren auch privat einen Ferrari. Kommt dann ein neues Modell?
Mateschitz: Nein, meine Leidenschaft für Ferrari beschränkt sich primär auf deren Oldtimer, was auch der meine ist.
FORMAT: Im Unterschied zu früher fahren Sie heute zu den F1-Rennen. Haben Sie Gefallen am Zirkus gewonnen?
Mateschitz: Wir sind seit zehn Jahren in der Formel 1. Meine Einstellung hat sich nicht im elften Jahr verändert. Für mich ist das ein Arbeitstag. Unser Engagement basiert nicht auf Gefallen, sondern ist ein wichtiges Marketingtool.
FORMAT: Sie wollen ja sogar einen zweiten Rennstall, Minardi, kaufen?
Mateschitz: Ich habe am letzten Samstag Minardi-Chef Paul Stoddard getroffen, um ein paar Ideen zu diskutieren. Red Bull hat mehr Talente als Cockpits zur Verfügung. Also gibt es zwei Möglichkeiten: die Fahrer bei einem anderen Team unterzubringen, verbunden mit gewissen finanziellen Leistungen. Oder die Anzahl der eigenen Cockpits zu erhöhen – mit einem Junior-Team.
FORMAT: Klingt danach, als wäre die Kauf-Variante sehr konkret.
Mateschitz: Eine theoretische Möglichkeit, für die zugegebenermaßen viel spräche. Entschieden ist nichts.
FORMAT: Dürften Sie eigentlich zwei Teams besitzen?
Mateschitz: Ja, das gegenwärtige Concorde Agreement sieht diesbezüglich keinerlei Einschränkungen vor.

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