Krankenhäuser im Test

Der dritte Teil des FORMAT-Spitalsreports nennt die besten Abteilungen für Augenoperationen und urologische Probleme.

Medizinisches Wissen hat heute die Halbwertszeit von Computersoftware: Es muß alle fünf Jahre erneuert werden. Aus diesem Grund versuchen immer mehr Spitalsabteilungen, sich mit speziellen medizinischen Leistungen zu profilieren. „Man wird bestimmte Therapien und Eingriffe nur mehr in spezialisierten Zentren anbieten können“, meint etwa Gesundheitsexperte Christian Köck. Für den Patienten bedeutet das: Er muß sich über das Angebot der einzelnen Spitäler genau informieren und unter Umständen auch längere Wegzeiten in Kauf nehmen.

FORMAT informiert
Im dritten Teil des FORMAT-Spitalsreports geht es um ausgewählte Krankenhausabteilungen für Augenheilkunde, Urologie und Kinderkrankheiten. Auch hier ist der Trend zur Spezialisierung unübersehbar. Die Klinikliste nennt darüber hinaus aber auch die von Ärzten als besonders gut bewerteten Allroundabteilungen.

Augenheilkunde
Operationen am Auge gehören zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen in Österreichs Spitälern. Allein am grauen Star werden pro Jahr 30.000 Menschen operiert. Tendenz steigend. „Die Linse wird trüb, weil die Ionenpumpe im Auge mit zunehmendem Alter zusammenbricht“, erklärt Michael Radda, Primar der Augenabteilung am Donauspital in Wien. Andere Schwerpunkte der einzelnen Spitäler sind Laseroperationen, Hornhauttransplantationen und Korrekturen am Augenlid.

Eine Innovation in der Augenheilkunde ist die sogenannte Photodynamische Therapie (PDT) zur Behandlung von Netzhautverkalkung. Dabei bekommt der Patient einen lichtempfindlichen Farbstoff injiziert, bevor die Gefäße am Auge mit dem Laser verödet werden.

Die Sozialversicherungen bezahlen diesen Eingriff allerdings nicht. Da der Krankenhausträger allein für die Kosten aufkommen muß, wird die PDT derzeit nicht an allen Spitälern in Österreich angeboten.
Doch nicht jede Operation am Auge ist auch wirklich notwendig oder überhaupt empfehlenswert. Daher sollten Patienten vor einem geplanten Eingriff unbedingt eine zweite Meinung einholen.

Autorin: Claudia Semrau

Mehr dazu lesen Sie im neuen FORMAT.

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