Kovats: „Ich fordere die ÖIAG auf, aus der VA Tech rauszugehen“

Mirko Kovats im FORMAT-Interview über seinen Generalangriff gegen die ÖIAG und den Vorwurf der Unberechenbarkeit.

Format: Herr Kovats, Sie fordern die ÖIAG in einem offenen Brief auf, aus der VA Tech auszusteigen?
Kovats: Ja. Die VA Tech hat zwei Kernaktionäre. Da ist einer zu viel, und dieser sind nicht wir. Die ÖIAG hat als Aktionär ein Ablaufdatum, wir nicht.
Format: Aber derzeit sind Sie es, der alles blockiert.
Kovats: Wie soll das mit zwei Kernaktionären gehen? Die müssen sich öffentlich bekriegen. Wenn sie sich abstimmen, schweben sie
ja ständig in Gefahr, ein Übernahmeangebot für die VA Tech legen zu müssen.
Format: Ihre Victory AG, die 12,53 Prozent an der
VA Tech hält, könnte sich ja auch zurückziehen.
Kovats: Ich will aber an meinem Engagement festhalten. Die ÖIAG hat keine Strategie für die VA Tech und kann nichts beitragen. Sie hat zugesehen, wie dort in den letzten Jahren eine Milliarde Euro versenkt wurde. Das ist ein Faktum.
Format: Die Staatsholding war ja im Vorjahr schon am Weg, Ihnen das Feld zu überlassen. Ihre Aktionen haben dann die Zweifel an der Victory als stabilem Aktionär geweckt. Vieles macht den Eindruck, als wollten Sie die VA Tech mit möglichst wenig Geldeinsatz beherrschen.
Kovats: Diesen Vorwurf lasse ich nicht gelten. Es ist die ÖIAG, die die Gesellschaft de facto kontrolliert, obwohl sie nur 15 Prozent besitzt. Aber die Zeit ist vorbei, wo Aufsichtsrat und Hauptversammlung nur
ein Werkzeug bestimmter Interessen waren. Ich habe eigenes Geld in die VA Tech investiert, die ÖIAG nicht.
Format: Noch einmal. Alle sind gegen Sie: Vor-stand, Betriebsräte, ÖIAG und die Politik. Das haben Sie selbst provoziert.
Kovats: Einer muss die Verhältnisse in der VA Tech offen ansprechen. Wir werden bald Dinge darlegen, wo man verstehen wird, wieso Kovats & Co in den Gremien nicht beliebt sind.
Format: Sie meinen Ihre Kritik an angeblich unzulässigen Bilanzierungen?
Kovats: Unter anderem.

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