Kovats’ Einkaufstour

Der Industrielle Mirko Kovats reiste drei Wochen lang rund um den Globus und investiert seine Gewinne aus dem VA-Tech-Deal nun in Serbien, China und Indien.

Als der Airbus 320-300 der arabischen Fluglinie Emirates (Flugnummer EK 127) am vergangenen Freitag pünktlich um 12.05 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat landete, war Mirko Kovats von einer Minute auf die andere wieder voll da.

Österreichs härtester Industrieller schüttelte die Strapazen einer Weltreise im Nu ab: In den drei Wochen davor hatte der rastlose 56-Jährige auf der Suche nach lukrativen Investments fast 30.000 Flugkilometer abgespult – der Trip führte ihn von der chinesischen Metropole Shanghai über Madras in Südindien bis nach Dubai.
Begleitet von seinem engen Weggefährten und Partner in der A-Tec Industries AG, Ronny Pecik, sowie dem bei all seinen Deals eingeschalteten Wirtschaftsanwalt Christian Hausmaninger, gönnte sich Kovats am Beginn seiner Tour bloß ein paar Tage Entspannung auf der Tropeninsel Mauritius.

Dort, an den malerischen Stränden des Indischen Ozeans, rekapitulierte das erfolgsverwöhnte Trio seinen Triumph in Sachen VA Tech: Kovats war es Anfang November im zweiten Anlauf gelungen, seinen 17-Prozent-Anteil am Linzer Technologiekonzern um 141 Millionen Euro an die Siemens Österreich AG zu verkaufen. Sein Gewinn nach nur 18 Monaten: mindestens 74 Millionen Euro.

Weil ein Unternehmer vom Schlage eines Mirko Kovats kaum einmal stillhalten kann („Ich bin sehr ungeduldig“), quälte ihn sogar am Traumstrand nach kurzer Zeit bereits wieder die Frage, wie er sein Unternehmensimperium vergrößern könnte.
Als erste Etappe des folgenden Business-Trips stand ein Lokalaugenschein in der boomenden ostchinesischen Megametropole Shanghai auf dem Programm. Hier wird die zur A-Tec-Gruppe zählende ATB Austria Antriebstechnik AG (ATB) noch vor dem Jahreswechsel eine Produktion für Elektromotoren in Betrieb nehmen. Kovats: „Das gibt uns größtmögliche Kundennähe und ermöglicht die intensive Bearbeitung des stark wachsenden chinesischen Markts.“

Auf Shanghai folgte ein Lokalaugenschein in der südostindischen Zehnmillionenstadt Madras. Hier wird dem Österreicher eine günstige Investitionsmöglichkeit für die A-Tec-Tochter Austrian Energy & Environment AG (AE & E) angeboten.

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