Konsortium um Ex-Rewe-Boss Martin Lenz:
Interesse an Kauf von Diskonter Zielpunkt

Ein österreichisches Konsortium rund um den ehemaligen Rewe-Österreich-Chef Martin Lenz und den Wiener Finanzinvestor Thomas Scheiner ist an dem zur deutschen Tengelmann-Gruppe gehörenden Diskonter Zielpunkt/Plus interessiert. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner neu erscheinenden Ausgabe. Das Angebot der Österreicher, das nach einer Due Diligence reduziert wurde, ist Tengelmann aber zu niedrig. Die Verhandlungen liegen deshalb derzeit auf Eis, nachdem sich schon die Spar bei Zielpunkt/Plus zurückgezogen hat, berichtet FORMAT.

Grund sind überzogene Preisvorstellungen der Eigentümerfamilie Haub, die laut FORMAT-Informationen mindestens siebzig Millionen Euro für die 350 Standorte will. Scheiner, Lenz und ihre Partner sind aber nicht bereit, mehr als vierzig Millionen Euro für die sanierungsbedürftige Kette zu zahlen.

Laut FORMAT-Recherchen schrieb Zielpunkt/Plus zuletzt rund zwanzig Millionen Euro Miese. Ein Turnaround der Kette würde mindestens eineinhalb Jahre dauern und zwischen zwanzig und vierzig Millionen Euro kosten, heißt es aus dem Kreis der potenziellen Käufer.

Auch Spar interessiert
Spar-Chef Gerhard Drexel sowie Lenz und Scheiner sind jedoch weiter an der Kette interessiert und hoffen, dass Tengelmann mit dem Preis runtergeht. Dem Vernehmen nach wollen Spar und das Konsortium die Läden untereinander aufteilen - unabhängig davon, wer letztlich den Zuschlag erhält. So hofft Drexel bei den Kartellwächtern leichter durchzukommen.

Erst im Sommer hatte sich Scheiner den ehemaligen Rewe-Österreich-Chef Lenz in seine Firma geholt und mit ihm die Spot Beteiligungen GmbH gegründet. An Zielpunkt war Scheiner schon seit Herbst 2005 dran.

Mehr dazu lesen Sie im aktuellen FORMAT 02/08!

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