Kompromisslose Inventur der alten Rollenbilder

Die Pensionisten wollen von der Regierung mehr als 1,7 Prozent Pensionserhöhung. Geld, das jungen Menschen künftig fehlt?

Die Pensionsdebatte hat einen bislang ausgeblendeten Dreh- und Angelpunkt: die Beziehungsgestaltung der jungen Generation. Der gegenwärtige Aufwärtstrend der Frauen, was Bildung und Berufsleben betrifft, lässt sich überzeugend mit Zahlen belegen. In den mittleren Unternehmensbereichen zeichnet sich eine deutliche Feminisierung der Beschäftigung ab. Durch die gehobenen Firmenetagen wird sich ein mittleres Beben ausbreiten, wenn die weibliche Bildungselite einzieht. Die Geburtenraten verzeichnen bestenfalls Stagnation, und das nicht, weil „die Gesellschaft“ kinderfeindlich ist oder die junge männliche Generation zeugungsresistent oder die Frauen ausschließlich karriereorientiert sind.

Die viel beschworene neue Balance im Geschlechterungleichgewicht ist vielmehr nach wie vor in der Schwebe. Hier geht es um das Fundament für finanzielle Absicherung und gezielte Vorsorge. Denn bei der eklatanten Lohnschere zwischen Männern und Frauen fallen die weiblichen Pensionen entsprechend dürftig aus. Familienbedingte Teilzeitarbeit der Frauen ist ökonomisch und auch im internationalen Vergleich ein No-Future-Trend.

Es geht um eine kompromisslose Inventur alter Rollenbilder und das Fundament einer neuen Beziehungsarchitektur: durch mentales Training für ein neues Zusammenleben, am besten in verbindlicher Form als Unterrichtsprinzip in der Mittelschule neu angesiedelt; durch die ökonomische Bereitstellung von Ressourcen wie Betriebskindergärten und Infrastruktur für Ganztagsschulen; durch eine gesellschaftspolitische Unterstützung kooperativer Familienmodelle, die das Konzept der Doppelbelastung für das weibliche Mitglied der Familie nachhaltig entsorgen. Stattdessen sollte ein egalitäres Modell, in dem beide Partner einer außerhäuslichen Erwerbstätigkeit – jenseits der Teilzeitkompromisse – nachgehen und an der Hausarbeit und Kinderbetreuung beteiligt sind, ermöglicht werden. Diese neuen Rollenmodelle sind die Power-Tools für verbindliche und kontinuierlich verlaufende Berufskarrieren und Zukunftsabsicherung mit Erfolgsgarantie.

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