Koalition der Wirtschaft

Wolfgang Reithofer und Karl Stoss. Eva Dichand und Brigitte Ederer: Österreichs Top-Manager wissen, von wem sie regiert werden wollen – einer großen Koalition.

Wieder ein Bruno-Kreisky-Satz, der plötzlich ziemlich modern geworden ist: „Ein Stück des Weges gemeinsam“, so heißt das neue Buch von Ex-ATW-Chef Beppo Mauhart, in dem er das „goldene Jahrzehnt“, erraten: die 70er Jahre, beschreibt. „Ein Stück des Weges gemeinsam“, so stand es auch auf der Einladung, mit der Mauhart Montag zu seiner Buchpräsentation in den Wiener Rathauskeller bat. Und zumindest für eine Stunde waren sie dann auch tatsächlich vereint: Mehr als 300 Wirtschaftstreibende und Politiker wie Nationalbanker Klaus Liebscher, Ex-IV-General Herbert Krejci, Bawag-Chef Ewald Nowotny oder der Investor Hannes Androsch. Manager, die politisch unterschiedlichen Lagern zuzuordnen sind.

Der Titel des Mauhart-Buches ist in diesen Tagen auch in anderer Hinsicht programmatisch zu sehen: Österreichs Spitzenmanager wollen wieder einmal gemeinsame Sache machen. Laut einer Umfrage des market-Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Wirtschaftskammer wünschen sich gleich 59 Prozent der Unternehmer für die kommenden Jahre eine große Koalition. Gerade mal zwölf Prozent wollen eine Mitte-rechts-Dreierregierung, nur elf eine Minderheitsregierung. Gegen Neuwahlen sprechen sich satte 61 Prozent aus.

Die Unternehmer und Top-Manager, tendenziell eher der ÖVP zuzuordnen, sind damit noch prononcierter für ein Zusammengehen der beiden großen Parlamentsparteien als der Rest der Österreicher. „Die Wirtschaftstreibenden wollen eben, dass Österreich berechenbar bleibt“, sagt dazu Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, „sie wollen stabile Verhältnisse und keine Experimente.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Geld

Mieten wieder deutlich gestiegen

Diesel-Gebrauchtwagen: Das neue Händlergift

Auto & Mobilität

Diesel-Gebrauchtwagen: Das neue Händlergift

Geteilte Rechnung: Smartphone App "ZOIN" ist ein weiterer Schritt zum bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Wirtschaft

ZOIN: Geld per Smartphone verschicken