KMU-Erfolg: Heimmarkt im Osten

Nicht nur die Großkonzerne, auch Österreichs mittelständische Firmen starten in den zentral- und osteuropäischen Ländern voll durch. Es geht nicht nur um billigere Produktion, sondern immer mehr auch um neue Absatzmärkte.

Vergangenes Jahr nahm Manfred Seitz, Chef des Fensterherstellers Aluplast mit Sitz in Karlsruhe, den MOE-Award in Empfang – einen Preis für mittelständische Unternehmen, die ihre Wachstumschancen in Mittel- und Osteuropa nutzen, der von der HypoVereinsbank und dem Magazin „impulse“ ausgeschrieben wird. Heuer wird der mit 10.000 Euro Preisgeld verbundene Award im Juni in Wien vergeben – was die „Titelverteidigung“ für die deutschen Mittelständler etwas schwieriger machen könnte. Diesmal sind nämlich auch Österreichs kleine und mittelgroße Unternehmen explizit zur Teilnahme eingeladen. Und hierzulande sind nicht nur die großen heimischen Industriekonzerne, Banken und Versicherungen im Osten top, sondern auch der Mittelstand.

Dazu zählt nach internationalen Größenkriterien etwa durchaus die börsennotierte Baumarktkette bauMax. Ihren Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro erzielt sie schon fast zur Hälfte mit Filialen in Zentral- und Osteuropa. Die Austro-Baumärkte profitieren davon, dass unsere Nachbarn ihre langsam, aber kontinuierlich steigende Kaufkraft auch in die Verbesserung ihres Wohnkomforts investieren. Bis 2010, so das ehrgeizige Expansionsprogramm von Eigentümer Martin Essl, soll die Zahl der bauMax-Standorte von 122 auf 180 wachsen – die meisten der Neueröffnungen werden im Osten gefeiert werden.

Erfolgsfaktoren: frühe Marktpräsenz und kulturelles Verständnis. Auffällig ist, dass viele der erfolgreichen heimischen Mittelständler schon sehr bald nach der Ostöffnung den Sprung über den früheren Eisernen Vorhang gewagt haben. Hans Peter Spak, Geschäftsführer des gleichnamigen Wiener Feinkostherstellers und 1990 mit einem Werk in Tschechien ein Pionier unter dem ostorientierten KMUs: „Man muss schauen, dass man als Erster am Markt ist, und bereit sein, dafür auch ein Risiko einzugehen.“

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