Klimaschutzpolitik ist vor allem Energiesparpolitik

Stürme, laue Temperaturen und immer neue Wetterkapriolen. Ganz offensichtlich ist der Klimawandel voll im Gang. Was kann man dagegen tun?

Eines muss klargestellt werden: Der Treibhauseffekt hat seine Ursache in der steigenden Kohlendioxid-Konzentration in unserer Atmosphäre. Schuld an den CO2-Emissionen ist in erster Linie die Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle. Das Problem des Klimawandels ist also ein Problem unserer heutigen Energieversorgung. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, gibt es zwei Wege:
Erstens: Wenn mehr Energie mehr CO2 bedeutet, dann ist das oberste Gebot ganz einfach: Wir müssen weniger Energie verbrauchen. Das heißt Energie sparen und energieeffiziente Technologien verwenden. Zweitens: Die Energie, die wir dann noch brauchen, muss so viel wie möglich durch klimaverträgliche, erneuerbare Energiequellen gedeckt werden.

Diese beiden Säulen einer nachhaltigen Energiestrategie = Klimaschutzstrategie gelten sowohl für die Politik im Großen als auch für den privaten Alltag. Meine Botschaft an die Verbraucher ist, den eigenen Lebensstil nach den beiden Gesichtspunkten kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Ein Energiecheck sollte für jeden Haushalt aufzeigen können, wo Energie vergeudet wird. Die Fragen könnten hier lauten: Wie gut ist mein Haus? Wie sparsam sind die Elektrogeräte? Moderne Niedrigenergie- bzw. Passivhaustechnologie lässt praktisch keine Wärme aus dem Haus raus. Mit Energiesparlampen & Co lassen sich die Stromkosten um ein Viertel senken. Schon durch Änderung des Fahrverhaltens könnten bis zu 20 % weniger Sprit verbraucht werden.

Eines muss aber deutlich gesagt werden: Unser derzeitiger Lebensstil verbraucht zu viel Energie und verträgt sich nicht mit der Natur. Eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik bedarf also nicht nur einer geänderten Energiepolitik, sondern auch eines Umdenkens in der Gesellschaft. Der Klimawandel ist nicht nur eine Umweltfrage, sondern schon längst ein stark wirtschaftliches und gesellschaftliches Problem.

 

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