Keiler ohne Kompetenz

Breite Streuung gehört zum 1x1 der Geldanlage. Aber manchem Anlageberater scheint das seine Arbeit unnötig zu erschweren. Warum viele Orderzettel ausfüllen, wenn es einer auch tut?

Exemplum docet: Ein AWD-Berater bestückte einem extrem sicherheitsbewussten Kunden vor Jahren das ganze Depot im Gegenwert von rund 70.000 Euro ausschließlich mit Immofinanz-Aktien. Und nicht einmal der jüngste Absturz des Kurses hat zu Umdenken geführt. Weiterhin gilt für den Herrn die Devise „Mut kann man nicht kaufen“ – und so beharrt er: „Ich würde das heute wieder so verkaufen.“ Diesem Berater ist offensichtlich nicht zu raten.

Aber auch manche seiner Kollegen agierten merkwürdig: Denn Kunden, die just keine Aktien wollten, wurde Immofinanz als „inländischer Fonds“ oder „Immofonds“ verkauft – schwarz auf weiß in der Gesprächsnotiz der Beratung festgehalten.

Fazit: Wer derzeit unter Immo-Verlusten stöhnt, sollte jedenfalls die alten Beratungsprotokolle ausgraben – und gegebenenfalls seinen Anwalt anrufen.

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