Kdolskys Visite bei Patient Gesundheit. Mit FORMAT auf US-Tour. Ihre Reformpläne

USA-Reise: Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky suchte in den USA Modelle für mehr Effizienz im Gesundheitswesen. Zuhause steht sie unter Beschuss.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky ist keine, die klein beigibt. Sie vertritt lautstark, woran sie glaubt. Als Quereinsteigerin sagt sie (wie viele, die sich nicht in Parteiapparaten jahrzehntelang hochgedient haben) auch noch, was sie denkt. Und muss dafür und für höchst unkonventionelle Auftritte oft schmerzhafte Kritik einstecken. Zuletzt in der vergangenen Woche, als sie in den USA weilte. Das ist zu weit weg, um sich sofort gegen Anfeindungen aus der eigenen Partei zu wehren.

Kdolsky besuchte in Harvard, Boston und Washington, D. C. amerikanische Gesundheitsexperten und -politiker. Gleichzeitig sprach ihr zuhause ihr ÖVP-Parteikollege Karl-Heinz Kopf ihre Ernsthaftigkeit ab. Sie hatte in einem Interview die Übernahme der Kosten für die gesamte Zahnversorgung nach deutschem Vorbild als „sinnvoll“ bezeichnet. Auf Kopf reagieren? „Nicht jetzt“, sagt Kdolsky zu FORMAT. „Dafür ist noch genug Zeit.“

Also geht’s weiter um das Inhaltliche. Darum, dass die USA mit 15,3 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) jährlich deutlich mehr Geld in das Gesundheitssystem pumpen als Österreich mit 10,2 Prozent. Es wird nur nicht effizienter verteilt. Ganz im Gegenteil: Die Ungleichheiten sind eklatant, die Strukturkrise seit Jahrzehnten evident.

„Wir sind in Österreich sehr viel weiter als die Amerikaner“, resümiert Kdolsky denn auch auf dem Rückflug. „Das flächendeckende Versicherungssystem mit dem gleichen Zugang für alle ist etwas unschätzbar Wertvolles. In den USA gibt es ein großes Ungleichgewicht zwischen den Institutionen. Es gibt Top-Institutionen, und es gibt viele weiße Flecken“.

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