Kaufrausch im Web

Vorläufiger Höhepunkt unter den Big Deals im Web 2.0: Google kauft YouTube um 1,6 Milliarden Dollar. Es herrscht Goldgräberstimmung unter den Venture-Kapitalisten. Wie auf Community-Portalen künftig Geld verdient werden soll.

Noch nie hat das Google-Management tiefer in die Tasche gegriffen als diese Woche. CEO Eric Schmidt & Konsorten blätterten am Montag 1,65 Milliarden Dollar in Aktien hin – für eine Firma, die pro Monat geschätzt eine Million Dollar Miese macht und erst vor 16 Monaten von ein paar Jungspunden im Silicon Valley aus der Taufe gehoben worden war. Geschäftsgegenstand: Der Betrieb einer Internetseite, auf der sich Nutzer die Kurzvideos ansehen, die andere Internetnutzer hochgeladen haben. Willkommen in der bunten Welt des Web 2.0, wo seit gut einem Jahr wieder Milliarden-Deals abgezogen werden wie zur Hochblüte der dot.com-Phase.

Gekauft werden hier weniger revolutionäre Technologien als vielmehr „Communitys“, also die ein Portal nutzende Webgemeinde dahinter. Das war schon bei der spektakulären Übernahme von Skype durch eBay so. 3,8 Milliarden Euro für damals 50 Millionen registrierte Kunden, wovon nicht einmal zehn Prozent die kostenpflichtigen Services nutzten. Yahoo schnappte sich den Fotodienst Flickr für vergleichsweise günstige 40 Millionen, das Netzwerkportal MySpace sicherte sich Medienmogul Rupert Murdoch um 580 Millionen Dollar.

Der YouTube-Kauf zeitigte jedoch besonders ambivalente Stellungsnahmen: Börsenprofis, aber auch Internetveteranen wie Mark Cuban sehen den Deal skeptisch. Cuban, der selbst Milliarden durch den Verkauf seines Internetportals an Yahoo verdiente: „Nur ein Wahnsinniger kann einen solchen Deal abschließen. YouTube verletzt permanent Copyright-Bestimmungen und ist bis jetzt nur darum nicht geklagt worden, weil kein Geld zu holen war.“ Das werde sich nun durch den Google-Einstieg schlagartig ändern.

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