Kassenkampf: Die Registrierkassenpflicht und die Steuerreform

Kassenkampf: Die Registrierkassenpflicht und die Steuerreform

Sieben Gründe, warum die heftig umstrittene Registrierkassenpflicht keine 900 Millionen Euro zur Finanzierung der Steuerreform bringen wird.

Am Anfang war die Idee der Kontrolle. James Ritty, US-Kaufmann und Saloon-Betreiber, hatte das Gefühl, dass sich seine Angestellten heimlich am Umsatz bedienten. So erfand er 1879 die Registrierkasse mit dem charakteristischen Klingelton beim Aufspringen der Lade. Heute piepst es. Meistens. Schummeln geht aber noch immer. Wenn man weiß, wie, sogar recht einfach. Verlangt der Kunde keine Mehrwertsteuerrechnung, kann der Kasseneingang recht problemlos wieder "verschwinden“. Beim Wirt genauso wie beim Schneider, der Putzerei oder dem Masseur. Das kostet den Fiskus viel Geld, das er sich jetzt holen will.

Dagegen ist schwerlich etwas einzuwenden. Die 900 Millionen Euro, die von der Regierung aus der heftig umstrittenen Registrierkassenpflicht zur Gegenfinanzierung der Steuerreform angesetzt wurden, werden jedoch ziemlich sicher bei Weitem nicht hereinkommen.

Lesen Sie in der Coverstory von FORMAT Nr. 15/2015:

  1. Warum die 900 Millionen Euro sehr wahrscheinlich zu hoch gegriffen sind.
  2. Die vor vier Jahren eingeführte Kassenrichtlinie hat Volumen von Schwarzgeschäften bereits reduziert.
  3. Mit 1. Jänner 2016 soll die Registrierkassenpflicht eingeführt werden, was kaum zu schaffen ist.
  4. Warum die Entscheidung für eine Technologie das Timing und die Akzeptanz so stark beeinflusst.
  5. Warum die Sache ohne die richtigen juristischen Begleitmaßnahmen keinen Sinn macht.
  6. Warum die Kassenhersteller eine Schlüsselrolle spielen müssen.
  7. Der Widerstand wird sich nicht so schnell legen und eine Reihe von Ausnahmen erzwingen.

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