Karrieresprung ohne Absturz

Die Erfolgsfaktoren am Arbeitsplatz: Beim Einstieg, Umstieg und Aufstieg kommt es nicht nur auf Fachkompetenz an, sondern vor allem auf Sozialverhalten und kluge Strategie.

Zumindest in diesem Punkt kann man den Österreichern eine realistische Sicht der Dinge nicht absprechen: 75 Prozent halten es für eher schwierig, Karriere zu machen. Das ist das Ergebnis einer Befragung des market-Instituts im Auftrag des Webportals karriere.at. Diese Einschätzung ist ausgerechnet unter Maturanten und Akademikern am verbreitetsten: Aus dieser Gruppe halten sogar 82 Prozent den Aufstieg auf der Karriereleiter für eher schwer zu bewerkstelligen.

Das mag auch daran liegen, dass vor allem der Berufseinstieg für Jungakademiker in den letzten Jahren immer schwieriger geworden ist. Für viele von ihnen heißt es, sich angesichts der Arbeitsmarktlage jahrelang durch schlecht bezahlte Praktika, atypische Arbeitsverhältnisse und projektbezogene Kurzzeitverträge zu kämpfen, ehe ein klassischer Dienstvertrag winkt. Gerade weil es so schwierig geworden ist, selbst mit hohem Qualifikationsniveau eine adäquate Position zu finden, lohnt es sich, dem Thema Karrierestrategie schon frühzeitig ein paar Gedanken zu widmen. Am besten schon mit der Studienwahl.

Dabei sollte man sich natürlich nicht nur an den aktuellen Ansprüchen der Personalchefs orientieren, sondern auch an den persönlichen Stärken, Vorlieben und Lebenszielen. Sich über diese einmal halbwegs im Klaren zu sein kann womöglich viele vergeudete Jahre in einem falschen Studium ersparen.

Realismus gefragt, Praktika helfen. „Der wichtigste Faktor für einen gelungenen Start in das Berufsleben ist eine realistische Selbsteinschätzung“, meint Manuela Lindlbauer, Geschäftsführerin des Personalmanagementunternehmens Lindlpower. Erfolgreich sein, so die Expertin, heiße nicht zwangsläufig, rasch die Karriereleiter hochzuklettern, sondern eine realistische Selbsteinschätzung zu gewinnen. „Wenn wir in Coachings gemeinsam ihre Fähigkeiten und Stärken erarbeiten, merken die Bewerber meist selbst, dass sich ihr Selbstbild von einer realistischen Einschätzung ihrer Eignung stark unterscheidet“, erklärt Lindlbauer.

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