Karl-Heinz Grasser: Wer will ihn?

Seit elf Monaten ist Karl-Heinz Grasser nur noch Ex-Finanzminister. Seine Karriere in der Privatwirtschaft verläuft nur schleppend. Was ist eigentlich sein Problem?

Und das war dann eine Überraschung. Dienstagabend hatte der saudische Millionär Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber zur Eröffnung seines neuen Fünf-Sterne-Hotels an die Wiener Ringstraße geladen, und die gesamte Wiener Society war samt Fotografen, Kamerateams und Klatsch-Journalisten gekommen. Wie seit einiger Zeit bei einer Sause dieser Größenordnung üblich, war auch Familie Grasser geladen und als Ehrengäste angekündigt. Doch, und das ist nun die Überraschung: Sie kamen nicht.

Was war da los?

Elf Monate ist es nun her, dass Karl-Heinz Grasser als Finanzminister der Republik zurückgetreten wurde. Und in dieser Zeit ist es um den einstigen Sonnyboy, der trotz einer Unzahl von Affären stets beliebtester Politiker im Lande war, deutlich ruhiger geworden. Statt bei Ministertreffen in ganz Europa verbringt er seine Zeit in Kitzbühel oder in Wien. Wenn er Bürostunden absitzen muss, dann tut er das nicht mehr im prunkvollen Palais in der Wiener Himmelpfortgasse, sondern in einem Kleinbüro in der Wiener Tuchlauben. Und noch etwas hat sich geändert: Was KHG heute tagsüber so treibt – und vor allem: wovon er lebt –, ist weitgehend unbekannt.

Noch im Frühjahr hatte Grasser selbst die Spekulationen um seine Zukunft angeheizt, hatte von mehreren Top-Optionen gesprochen, von glamourösen und weniger glamourösen Dienstorten wie London, Frankfurt, Wolfsburg oder Moskau. Sollte er Investmentbanker werden? Oder doch Manager eines Autokonzerns? Oder sollte er vielleicht gar ins Private-Equity-Fach wechseln? Monatelang gingen die Spekulationen, doch entweder hatte Grasser bei seinen Verhandlungen zu hoch gepokert – oder aber die Angebote waren doch nicht so konkret, wie Grasser glauben machte.

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