Kampf um die Spitze

Am heimischen Dessous-Markt geht es heiß her: Das italienische Wäsche-Label Intimissimi will jetzt sogar Branchenleader Palmers unverschämt offen an die Wäsche gehen.

Noch vor zehn Jahren hat Mario Canori niemand so wirklich ernst genommen. Zumindest nicht in puncto Business. Das von ihm seinerzeit angepeilte Ziel, mit dem Italo-Dessous-Label Intimissimi österreichweit durchzustarten und starken Konkurrenten wie Palmers Marktanteile abzugraben, hielten selbst erfahrene Branchenkenner für pure Utopie – eine Fehleinschätzung, wie sich jetzt herausstellt.

Zwar hatte Canori, Masterfranchise-Nehmer der zum italienischen Textilkonzern Calzedonia gehörenden Wäschemarke Intimissimi, eine Reihe anfänglicher Rückschläge zu verdauen – selbst zehn Jahre nach der Einführung des Labels in Österreich kann er heute auf nur magere 0,6 Prozent Marktanteil verweisen – doch ist das Expansionstempo, mit dem Canori jetzt vorprescht, beachtlich: Bis zu zehn Filialen will der ehemalige Vizebürgermeister Klagenfurts pro Jahr in Österreich aufsperren, nach eigenen Worten „am liebsten noch mehr“. 2006 will Canori mit aktuell 32 Geschäften und 130 Mitarbeitern knapp 15 Millionen Euro umsetzen. „Die Expansion mit eingerechnet, steigt der Umsatz von Intimissimi Österreich um vierzig Prozent pro Jahr“, so Canori.

An finanzieller Stärke gewachsen, geht der ambitionierte Unternehmer nun auch dem heimischen Wäscheriesen Palmers, unangefochtene Nummer eins am Dessousmarkt, ungeniert an die Wäsche: Mit preiswerter trendiger Mode sowie geplanten Prestige-Läden in Top-Lagen rechnet sich Canori gute Chancen auf die Marktanteile des Nebenbuhlers aus. Denn: „Wir sind deutlich modischer als Palmers – und auch viel billiger“, so Canori.

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trend Chefredakteur Andreas Lampl

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