Kampf gegen sündteure Pillen

Kampf gegen sündteure Pillen

Im ersten Quartal stiegen die Medikamentenkosten um zehn Prozent. Die teuerste Medizin belastet die Sozialversicherung mit 50 Millionen pro Jahr. Jetzt werden Pharmafirmen vorgeladen.

Das Wort "Apothekerpreise“ erlangt gerade eine neue Dimension. Extrem hochpreisige Medikamente bringen die Finanzierung des österreichischen Gesundheitssystems an ihre Grenzen. Allein im ersten Quartal des heurigen Jahres sind die Arzneimittelkosten um zehn Prozent gestiegen. Schon im letzten Halbjahr 2014 legten sie um acht Prozent zu. Grund: Medikamente, die pro Packung bis zu 41.000 Euro kosten. Folge: Milliardengewinne einzelner Pharmafirmen.

Jetzt aber reicht es den Verantwortlichen. Die Vertreter der Pharmafirmen werden von der Sozialversicherung in den Hauptverband vorgeladen. Das anvisierte Ziel: Verhandlungen über Preisnachlässe und Rabattmodelle. Der Präsident des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald, will eine klare Linie verfolgen und präzisiert: "Die Zahl der Verordnungen bleibt annähernd stabil, aber 0,4 Prozent der verschriebenen Medikamente über 700 Euro verursachen bereits ein Viertel der gesamten Heilmittelausgaben. Der Anteil der Ausgaben für hochpreisige Medikamente stieg damit binnen weniger Jahre von fünfzehn auf 25 Prozent.“


Teuerstes Medikament kostet 41.000 Euro

Hauptverband-Präsident Peter McDonald erklärt im Interview mit FORMAT, dass er durch Verhandlungen sicherstellen, dass der medizinische Fortschritt weiter rasch bei den Patienten ankommt.

Rechtfertigung der Pharmaindustrie

Die Arzneimittelhersteller wollen das nicht auf sich sitzen lassen und schossen bereits im Vorfeld der Verhandlungen scharf zurück.

=> Lesen Sie den ganzen Artikel im FORMAT Nr. 27/2015
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