Kampf ums Öl nach New Orleans: Hurrikan Katrina verschärft die Lage am Ölmarkt

Die Wellen des Hurrikans Katrina erreichen in Form höherer Sprit- und Heizölpreise auch Österreichs Konsumenten und Unternehmen.

Trotz der Lage im Irak – der Kampf ums Öl wird derzeit zum Glück nicht auf den Schlachtfeldern des Nahen Ostens geführt. Er spielt sich auf den internationalen Rohöl- und Produktenmärkten ab, wo öldurstige Volkswirtschafen wie die USA und das boomende China immer mehr vom schwarzen Gold aufkaufen, weil ihre Wirtschaftsmotoren mit hoher Drehzahl brummen. Für Österreichs Autofahrer ist der Effekt aber derselbe wie beim Irakkrieg, der Kuwait-Krise oder der Revolution im Iran: Die Spritpreise klettern auf immer neue Rekordwerte. So kostet ein Liter Super nach der letzten Preisrunde vom vorigen Montag rund 1,25 Euro, ein Liter Diesel ist kaum mehr unter 1,10 Euro zu haben.

Die Folgen des Wirbelsturms Katrina, der die Ölförderung im Golf von Mexiko lahm gelegt hat, bekommt man nicht nur an den Zapfsäulen zu spüren. Laut einer Berechnung der Österreichischen Energieagentur kosten die gestiegenen Energiepreise (Heizöl, Strom, Treibstoff) einen durchschnittlichen heimischen Haushalt mit einem sparsamen Diesel-Pkw heuer insgesamt mindestens 730 Euro. Das ist eine Steigerung um fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ölpreis über 100 Dollar möglich. Produktionsausfälle durch Hurrikans im Golf von Mexiko sind nicht unüblich. Dass die Folgen jetzt so massiv sind, liegt nicht nur an der ungewöhnlichen Stärke von Katrina und den von ihr angerichteten Zerstörungen, sondern auch an der angespannten Marktsituation. Der Ölschock kommt nicht von der Anbieterseite, wie bei den Ölkrisen in Folge von Kriegen im Nahen Osten, wo die Produktion derzeit auf höchsten Touren läuft, sondern von der Nachfrageseite.

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