Kampf der Kulturen

Wie verändert sich unser Arbeiten? Ist Google besser als Microsoft? Web 2.0 nur ein Schmäh? Tom Austin, einer der gefragtesten Technologie-Analysten, breitet seine Visionen aus.

Sollen wir auf Microsoft oder Google setzen? Das ist die zweithäufigste Frage, die Manager an Tom Austin richten. „Das ist eine Frage aus den 90ern“, kontert er provokant, um nachzusetzen, dass man sich eher um die zukünftigen Probleme, etwa die von 2010, den Kopf zerbrechen solle.

Austin ist intimer Zeitzeuge der jüngeren IT-Geschichte und einer der wichtigsten Gartner-Analysten. Verbindliche Antworten für technologische Zukunftsentscheidungen kann auch er nicht liefern, sehr wohl aber die großen Trends festmachen, die uns in den nächsten Jahren beeinflussen werden. „Ich sehe fünf große Phänomene, deren Auswirkungen noch niemand wirklich festmachen kann“, sagt er.

Was Auguren wie Austin mit Etiketten wie „Web 2.0“ oder „Consumerization der Informationstechnologie“ zu benennen suchen, ist „keine zweite Internetblase mit einem Aktienhype, wie wir sie um die Jahrtausendwende erlebt haben, sondern ein fundamentaler Wandel in den Arbeitsprozessen“.

Was allen Phänomen gemeinsam ist – ein neuer Netzwerk-Effekt. In den kommenden fünf Jahren werden die sozialen, menschlichen Aspekte in Firmennetzwerken die rein technischen Transaktionsnetzwerke überrunden, glaubt Austin. Und dabei sind historische Analogien zwischen dem Aufkommen von Straße und Individualverkehr durchaus angebracht. Heute sind es die digitalen Autobahnen – das billige Breitbandinternet –, die Haushalte und Firmen in eine neue Ära der Wirtschaft führen.

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