Käfer fliegt auf Österreich - Angriff auf Do&Co

Europas größter Caterer Käfer will ab September in Salzburg starten. Der berühmte Münchner Nobelgastronom ist auch ein ernst zu nehmender Gegner für Do&Co.

Den Gästen bei der Eröffnung des Europa-Headquarters von Sony in Berlin, beim deutschen Eurocard Tennis Masters, beim Jubiläum des Magazins „Stern“ in Hamburg oder bei der Verleihung der Goldenen Kamera, die jüngst in Berlin über die Bühne ging, war ein Erlebnis gemeinsam: Sie alle wurden kulinarisch mit einem opulenten Buffet von Do&Co verwöhnt.

Attila Dogudan, 43, Chef des Wiener Cateringunternehmens Do&Co, schaffte es in den letzten Jahren, sich ein immer größeres Stück aus dem Event-Kuchen in Deutschland herauszuschneiden. Auf einer steigenden Zahl von Societyfesten zwischen München und Hannover kochten die Österreicher auf. Sehr zum Ärgernis des deutschen Platzhirschen, der diesen Markt lange Zeit unangefochten regierte.

Die deutsche Konkurrenz bläst zum Gegenangriff. Nun schlägt der Nobelcaterer Käfer aus München zurück. Die renommierte Firma, bekannt als Feinkost-Käfer, die von Do&Co oft ausgebootet wurde, will ihrerseits in Attila Dogudans Heimat vorstoßen und dessen Geschäft anknabbern. Die Vorbereitungen sind weit gediehen, wie Gourmetkönig Michael Käfer bestätigt: „Wir überlegen, ab September in Salzburg mit Catering zu starten. Das ist eine wahnsinnig tolle Region und von der Logistik her nur ein Katzensprung aus München.“ Der 45-Jährige, der auch die legendäre Münchner Disco P1 gegründet hat, will so bald wie möglich verwöhnte Partygäste in Österreich einkochen.

Außerdem überlegt Michael Käfer, auch mit seinem Käfer’s Delikatessen Lager nach Österreich zu expandieren. Diese Geschäfte bezeichnet er als eine Art „Factory Outlet für Feinkost“, wo nur hochwertige Nahrungsmittel und Spirituosen zu vergleichsweise günstigen Preisen verkauft werden. „Ein Hummer kostet dort etwa 14,90 Euro“, sagt Käfer, „in Bayern läuft der Lagerverkauf super.“ Derzeit sind Käfer-Delikatessen wie etwa getrüffelte Gänseleber in Wien fast nur beim Meinl am Graben und beim Nobel-Billa im Corso zu erstehen.

Den Probegalopp bei den Salzburgern hat der Münchner schon hinter sich. „Wir haben immer wieder bei unseren Nachbarn serviert, auch jetzt im Vorfeld der Salzburger Festspiele.“ Käfer plant, als Caterer vor allem in Westösterreich zu reüssieren. Als weiterer Standort ist Kitzbühel ins Auge gefasst. Wien will er eher Do&Co überlassen: „Aber auf Wunsch machen wir auch Veranstaltungen in der Bundeshauptstadt.“

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Plus: Käfer: Big Player aus München
Plus: Do&Co: Kocht Feines am Boden & in der Luft

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