Jung und reich: Österreichs junge Millionäre

Jung und reich: Österreichs junge Millionäre
Jung und reich: Österreichs junge Millionäre

Florian Gschwandtner und Victoria Swarovski, zwei von Österreichs jungen Millionären.

35 Österreicher unter 35, die es schon in jungen Jahren in die Riege der Millionäre geschafft haben -dank einer Geschäftsidee, durch Erbschaft oder durch Sport. Wer Österreichs junge Vermögende sind, wie sie zu ihrem Geld kamen und was sie damit anstellen.

Nur selten weht ein kleiner Hauch aus dem Silicon Valley ins beschauliche Österreich herein. Bei uns kommt es, anders als in der berühmten kalifornischen Ideenfabrik, nur alle Jubeljahre vor, dass die Innovation eines Gründers binnen kürzester Zeit aus dem Nichts zu respektablem Reichtum führt. Dieser Tage nun war es aber wieder einmal so weit.

Soeben streifte nämlich Florian Gschwandtner, vor wenigen Jahren mit drei Studienkollegen Erfinder der Fitness-App "Runtastic", seinen nicht zu bescheidenen Anteil jener 220 Millionen Euro ein, die der Sportgigant adidas auf den Tisch blätterte, als er das Linzer Start-up vor einer Woche erwarb. Vor zwei Jahren bereits war der deutsche Springer-Konzern eingestiegen und hatte 50,1 Prozent an der jungen Firma gekauft - damals für rund 17 Millionen, welche die Runtatsic-Gründer unter sich aufteilen durften. Peanuts im Vergleich zum üppigen Geldregen, der nun über Gschwandtner und seine Studienkollegen von früher hereinbricht.

Doch mit einem Internet-oder Tech-Start-up das große Geld in kurzer Zeit machen, das spielt es zumeist anderswo. Silicon Valley im Waldviertel oder am Wörther See ist im Großen und Ganzen nur ein schöner Traum. Denn immer noch ist es in Österreich so gut wie unmöglich, mit einer Idee in kurzer Zeit ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen und damit reich zu werden. Dem stehen viel zu viele Hemmnisse entgegen.

Junge Millionäre

Florian Gschwandtner, 32, Gründer Runtastic

Für die vier oberösterreichischen Runtastic-Gründer, einer 2009 ins Leben gerufenen Fitness-App, lief es gut: Florian Gschwandtner, Alfred Luger, René Giretzlehner und Christian Kaar, alle um die 32 Jahre alt, wurden 2013 durch den Verkauf von Anteilen zu Internet-Millionären - und soeben zu Multimillionären, weil adidas das gesamte Unternehmen erworben hat. Gschwandtner dürfte nach dem Verkauf nun alles in allem gut 30 Milionen Euro schwer sein.

Julia Kuhn-Piëch, 34, VW-Aufsichtsrätin

Seit heuer steht sie mehr im Rampenlicht: Die Salzburger Juristin und Immobilienkauffrau Julia Kuhn-Piëch. Im Mai zog sie nach Turbulenzen innerhalb der Familie Porsche-Piëch in den Aufsichtsrat von VW ein. Im Aufsichtsrat der VW-Tochter MAN Truck & Bus AG sitzt sie seit dem Vorjahr. Die Porsche-Piëchs sind Hauptaktionäre des riesigen VW-Autoimperiums, der "trend" schätzt das Vermögen diversen Familienstiftungen auf 65 Milliarden Euro.

Julian Zehetmayr, 23, Gründer MobFox

Er ist wohl der jüngste Selfmade-Millionär des Landes: Julian Zehetmayr, der dieser Tage 23 Jahre alt wurde, hat im Vorjahr um 17,6 Millionen Dollar seine Plattform für Mobilwerbung an die Matomy Media Group verkauft. Ein Teil dieses Geldes liegt nun auf dem Konto des Wieners, der schon mit 13 Jahren erste geschäftliche Versuche unternahm und mit 17 Jahren die Schule schmiss, um sich aufs Programmieren und seine Geschäftsideen zu konzentrieren.

Franz Josef Schachermayer, 33, Großhändler

Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Gerd führt Franz Josef Schachermayer in sechster Generation den oberösterreichischen Großhändler (rund 340 Millionen Euro Umsatz). Er ist auch an einer Immobiliengesellschaft und der Miss Austria Corporation Veranstaltungsgesellschaft beteiligt.

Lukas Schinko, 28, Neuroth-Hörgeräte

Seit 2011 leitet Lukas Schinko das steirische Familienunternehmen Neuroth (Hörgeräte) in vierter Generation. Das 1907 gegründete Unternehmen setzte zuletzt mit kapp 1.000 Mitarbeitern 115 Millionen Euro um. Schinko ist auch in der Jungen Industrie Steiermarkt aktiv.

Lesen Sie den ganzen Artikel über Österreichs junge Millionäre in der FORMAT-Ausgabe Nr. 33-34/2015
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