Jugendliche leiden unter unsozialen Pensionsreformen

Die Pensionisten wollen von der Regierung mehr als 1,7 Prozent Pensionserhöhung. Geld, das jungen Menschen künftig fehlt?

Nur 1,7 Prozent Pensionsanpassung – das ist kein Sieg für die Jugend, sondern gelebte Unmenschlichkeit. Die Pensionen sind jahrelang real nicht gestiegen, die Lebenshaltungskosten dagegen aber umso massiver. Vor allem die Preise für die Dinge, die von älteren Menschen am dringendsten gebraucht werden, sind gestiegen, zum Beispiel für Grundnahrungsmittel, Heizen oder auch im Gesundheitsbereich. Damit diese Kosten nicht zur existenzgefährdenden Bedrohung werden, müssen die Pensionen zumindest um den PensionistInnenindex erhöht werden. Vor allem die BezieherInnen von kleinen Pensionen müssen deutlich mehr Geld bekommen!

Sich als Sieger zu sehen, wenn der eigenen Oma die Pension gekürzt wird, ist das Gegenteil von Solidarität. In einem Land, das zu den reichsten in Europa zählt, können wir es uns nicht leisten, die PensionistInnen in die Armut abzudrängen.

Wenn die Pensionen um 0,4 Prozentpunkte angehoben werden, schadet
das auch den Jungen nicht. Woran die Jugendlichen aber sehr wohl zu leiden haben werden, sind die unsozialen Pensionsreformen der Jahre 2003 und 2004. Die treffen alle, die heute jung sind, besonders, weil die Kürzungspolitik der vergangenen schwarz-blau-orangen Bundesregierung bis zu ihrem Pensionsantritt voll zuschlagen wird – ohne jede Verlustdeckelung.

Ein Sieg für die Jugend wäre es, wenn die Menschen nicht endlos arbeiten müssten, sondern nach 45 Jahren in Pension gehen könnten, denn jede Erhöhung des Pensionsalters vermindert die Jobchancen der Jugendlichen. Wo niemand in Pension geht, kann auch niemand nachrücken.

Die Gewerkschaftsjugend steht zum Generationenvertrag. Und so wie die PensionistInnen sich heute für eine gerechte Pensionsanpassung stark machen, die die steigenden Lebenshaltungskosten abdeckt, wird die Gewerkschaftsjugend dafür kämpfen, dass auch die Jugendlichen von heute mit spätestens 65 Jahren in Pension gehen können. Und zwar so, dass sie in Würde davon leben können.

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