Ja: Verbot würde Gesundheitsrisiko nachhaltig reduzieren

„Rauchfreie Gastronomiebetriebe würden einen echten Arbeitnehmerschutz gewährleisten.“

Angesichts der eindeutigen medizinischen Fakten über die Schädigung der Gesundheit durch Rauchen bzw. Passivrauchen kann ich mich als Ärztin und Gesundheitspolitikerin nur für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie starkmachen. Leider ist Österreich noch immer europäisches Schlusslicht beim Nicht­raucher­schutz. Das geltende Tabakgesetz sieht Nicht­raucherbereiche in der Gastronomie auf freiwilliger Basis vor. Gesundheitspolitisches Ziel muss jedoch noch mehr Schutz sowohl für die Gäste als auch für die 170.000 Arbeitnehmer in der Gastronomie – darunter zirka 7.000 Jugendliche – sein.

Das Regierungsübereinkommen sieht deshalb räumlich abgetrennte Raucher­zonen in Lokalen vor. Dazu bekenne ich mich selbstverständlich. Als Ärztin und Gesundheits­politikerin habe ich jedoch einen über das Regierungsprogramm hinausgehenden Vorschlag der ärztlichen Vernunft für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie gemacht. Das eint mich mit dem ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger, der ebenfalls für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie argumentiert. Rauchfreie Gastronomiebetriebe würden endlich einen echten Arbeitnehmerschutz gewährleisten. Auch für die Gäste könnte eine nachhaltige Reduzierung des Gesundheitsrisikos erzielt werden. Das gilt naturgemäß für alle nicht rauchenden Gäste, aber auch für alle Raucher. Denn aus vielen persönlichen Gesprächen weiß ich, wie dankbar auch Raucher für von außen auferlegte Pausen vom blauen Dunst sind, die ihrer Sucht ein Schnippchen schlagen.

Die Angst der Gastwirte vor massiven Umsatzeinbußen ist verständlich, scheint jedoch angesichts der Erfahrungen in anderen europäischen Staaten unbegründet. Studien belegen, dass sich beispielsweise in Lokalen in Irland oder Italien, wo ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie gilt, der Umsatz nach einem anfänglich geringen Rückgang der Gästezahlen schnell wieder auf das normale Level eingependelt hat. Mein Fazit als Gesundheitspolitikerin kann nur lauten: Die Gesundheit geht vor! – auch beim Nichtraucherschutz.

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