In Österreichs Führungsetagen hat sich eine neue Frauenelite etabliert

„In schwierigen unternehmerischen Situationen sind Kontinuität und Härte gefragt. In beidem sind Frauen besser als Männer.“ Aurelia Sumper, Bipa-Geschäftsführerin

Die Karriere verlief exakt nach Plan. Als Gabriela Benz, 44, nach Abschluss der Handelsakademie in einem Schweizer Hotel als Rezeptionistin anheuerte, nahm sie sich vor: In 15 Jahren will ich ein Fünfsternehotel leiten. „Damals war das ein mutiger bis verrückter Plan für jemanden, der keine elitäre Hotelfachschule wie jene in Lausanne besucht hatte“, erinnert sie sich. Geschafft hat sie es trotzdem: Benz ist Chefin des 330-Betten-Luxushotels Le Méridien an der Wiener Ringstraße. „Wer Karriere machen will, ein Ziel vor Augen hat und etwas tut, schafft es auch“, sagt sie.

Benz ist Vertreterin einer starken weiblichen Business-Elite, die sich in den vergangenen Jahren an den Schalthebeln der Macht von Österreichs Topunternehmen etabliert hat. Im Bankensektor stehen Frauen wie BA-CA-Vorstand Regina Prehofer, 48, oder Erste-Bank-Vorstand Elisabeth Bleyleben-Koren, 56, an vorderster Front. Susanne Althaler, 45, brachte es zum Schoellerbank-Vorstand – und zwar als erste Frau seit Gründung des Geldinstitutes 1833.

Auch im Versicherungswesen (Susanne Riess-Passer, 46, Wüstenrot), in der Werbebranche (Elisabeth Ochsner, 52, Panmedia), in der Telekommunikation (Alexandra Reich, 40, UTA-Vorstand) und in der IT-Branche (Andrea Gaal, 41, General Manager Sony Ericsson) haben sich gestandene Topmanagerinnen durchgesetzt.

Uniqa-Vorstand Elisabeth Stadler, 43, über Österreichs Powerfrauen: „Bei unserem jährlichen Uniqa-Manager-Meeting waren vor drei Jahren nur sieben Frauen unter den hundert Teilnehmern. Heute sind es 15 bis 20.“ Andrea Ristl, 42, Geschäftsführerin der Personalberatungsfirma Eblinger & Partner, analysiert: „In den Köpfen der Männer hat sich etwas verändert. Für die Frauen ist es leichter geworden als früher. Und die Frauen selbst haben dazugelernt.“

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