In einem Jahr starben 1,2 Milliarden Jugendliche: Die Ursachen

In einem Jahr starben 1,2 Milliarden Jugendliche: Die Ursachen

Der Tod von jährlich Hunderttausenden Jugendlichen könnte laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhindert werden. Verkehrsunfälle - oft als Folge von Alkohol- oder Drogenmissbrauch - sowie Aids und Selbstmorde seien die häufigsten Todesursachen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. 2012 starben 1,2 Milliarden Jugendliche weltweit, die meisten Todesfälle wären verhinderbar. In Österreich ist laut WHO vor allem das Rauchen ein Problem.

"Die Welt hat der Gesundheit von Heranwachsenden bisher nicht die erforderliche Aufmerksamkeit gewidmet", kritisierte die Stellvertretende WHO-Generaldirektorin Flavia Bustreo bei der Vorstellung des Reports in Genf. Nötig sei eine umfassendere medizinische Betreuung speziell für Jugendliche. Zu dieser Gruppe zählt die UN-Organisation Menschen im Alter zwischen zehn und 19 Jahren.

In vielen Ländern gibt es laut WHO oft das Vorurteil, dass junge Menschen eher selten körperliche oder psychische Probleme hätten. Es sei die Meinung verbreitet, dass junge Menschen - mit Ausnahme von zu frühen Schwangerschaften - weniger mit gesundheitlichen Risiken konfrontiert sind. Dies sei jedoch ein Mythos, der überwunden werden müsse.

Insgesamt sind laut WHO 1,2 Milliarden Menschen zwischen zehn und 19 Jahre alt. Probleme und Gefahren in dieser Altersgruppe - darunter neben Alkoholmissbrauch auch mangelnde Fitness und Übergewicht durch falsche Ernährung - hätten "zerstörerische Folgen für ihre Gesundheit als Erwachsene", warnte die WHO-Wissenschafterin Jane Ferguson.

Schwangerschaftskomplikation zweithäufigste Todesursache

Zum Beispiel sind Komplikationen während der Schwangerschaft und rund um die Geburt eines Kindes weltweit die zweithäufigste Todesursache bei 15- bis 19-jährigen Mädchen. Auf diese Altersgruppe entfallen immer noch elf Prozent aller Schwangerschaften. Mehr als zwei Millionen Jugendliche sind mit HIV infiziert. Etwa die Hälfte aller psychischen Erkrankungen zeigen sich schon im Alter bis zu 14 Jahren, werden dann aber nur selten diagnostiziert und behandelt. Ein Drittel der Todesfälle unter männlichen Jugendlichen ist in den Staaten mit niedrigem oder mittlerem Bruttoinlandsprodukt in Nord-und Südamerika durch Gewalt bedingt. 120.000 Jugendliche starben weltweit im Jahr 2012 bei Verkehrsunfällen.

Über 40 Prozent der Erwachsenen in Österreich rauchen

Für Österreich ist speziell die Situation beim Rauchen schlecht, wie die Statistiken in dem Report klarmachen. In der WHO-Region Europa liegt Österreich mit einem Raucheranteil von 40,7 Prozent bei den Erwachsenen demnach an dritter Stelle (hinter Griechenland mit 48,2 Prozent und Russland mit 43,4 Prozent). In Usbekistan rauchen nur zehn Prozent der Erwachsenen, in Schweden sind es 16,2 Prozent und in der Schweiz 20,7 Prozent. Da mit dem Rauchen zumeist in der Jugend begonnen wird, stellt dieses Problem eine hohe Priorität in der Gesundheitsvorsorge dar.

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