Im Zuge der Bawag-Ermittlungen: Polizei entdeckte Verzetnitsch-Wertpapierdepot

Das Bundeskriminalamt Wien ist im Zuge der Bawag-Ermittlungen auf ein Wertpapierdepot der Ehefrau von Ex-ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch gestoßen. Dies berichtet das FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

FORMAT zitiert aus einer exklusiv vorliegenden Niederschrift über die zeugenschaftliche Einvernahme von Elsner-Sekretärin Sandra Rogatsch. Gemäß dem mit 29. Juni 2006 datierten Polizeiprotokoll hat Rogatsch am selben Tag einen "Abrechnungsbeleg über den Kauf von Bawag-PSK Euro Cash (A) in Höhe von 136.005,10 Euro (...) betreffend das Depot Nr. 168-870-175 bei der Bawag" erhalten: "Mir ist bekannt, dass Herr Verzetnitsch solche Belege für eben dieses Depot bei seiner Anwesenheit im Haus bei uns im Sekretariat abgeholt hat. (...) Somit nehme ich an, dass es sich um sein Depotkonto handelt. Seit ich nicht mehr in der Bank arbeite, habe ich erst einmal im vorigen Sommer solche Belege zugesandt bekommen. Damals habe ich sie in sein Büro in Wien im ÖGB-Haus gebracht. Es war immer so und es haben auch immer alle davon gewusst."

Fritz Verzetnitsch weist über seinen Rechtsanwalt Georg Schima die "böswilligen Unterstellungen" zurück und betont, dass das Depot seiner Ehefrau Lisbeth Sonnleithner-Verzetnitsch gehöre. Zur Herkunft der 136.005,10 Euro sagt Schima gegenüber FORMAT: "Es handelt sich um eine Vermögensumschichtung." Warum die Depot-Abrechnungen nach dem Ausscheiden von Frau Rogatsch aus der Generaldirektion im Jahr 2003 an deren Privatadresse und nicht direkt an Frau Verzetnitsch geschickt wurden? "Rogatsch erfüllte eine Botenfunktion. Das hat gut funktioniert. Aus Bequemlichkeit wurde daran nichts geändert." (Schima)

"Die gerichtlichen Vorerhebungen gegen Herrn Verzetnitsch sind noch lange nicht abgeschlossen", stellt Staatsanwalt Gerhard Jarosch gegenüber FORMAT fest. Die Wiener Anklagebehörde ermittelt seit fast einem Jahr gegen Verzetnitsch wegen des Verdachts möglicher Untreuehandlungen. Angesprochen auf den Stand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen bezüglich des Verzetntisch-Depots sagt Jarosch: "Das ist nicht vom Tisch. In diesem Zusammenhang müssen noch Zeugen einvernommen werden." Für Verzetnitsch gilt bis zum Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.

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