Im Interview mit FORMAT: Mirko Kovats wehrt sich gegen Klagen und Gerüchte

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe von FORMAT nimmt A-Tec-Gründer und Großaktionär Mirko Kovats zu den gegen ihn eingebrachten Klagen und Gerüchten über Liquiditätsprobleme des Konzerns Stellung. Kovats bekräftigte sämtliche Vorhaben mit den vorhandenen Mitteln finanzieren zu können. Eine Kapitalerhöhung schloss er dezidiert aus. Um die Übernahme der serbischen Kupferhütte RTB Bor zu finanzieren, für die die A-Tec mit 460 Millionen Dollar den Strabag-Partner Oleg Deripaska deutlich überbot, sei jedoch an die Hereinnahme eines Minderheitspartners gedacht.

Die Klage einer Firma auf den Cayman-Inseln gegen Kovats, weil dieser für die Beteiligungen an den Kupfer-Konzernen Cumerio und Norddeutsche Affinerie keinen Hauptversammlungsbeschluss eingeholt hatte, bezeichnete der Industrielle als "plumpe Kursmanipulation". Es gäbe dafür eine Genehmigung des Aufsichtsrats. Mehr sei nach Aktienrecht nicht erforderlich.

Auch die Behauptung einer anwältlich vertretenen Aktionärsgruppe, mit einer Dividendenzahlung die Liquidität zu gefährden, wies Kovats zurück. Die Bedingungen einer A-Tec-Anleihe sehen vor, dass für eine Dividendenzahlung die Eigenkapitalquote 20 Prozent betragen muss. Anderenfalls kann die Obligation vorzeitig gekündigt werden. "Wir werden zum Bilanzstichtag bei etwa 18 Prozent liegen. Wenn die ersten Monate gut laufen, dann sollten wir bis zum Dividendenbeschluss darüber liegen. Wenn nicht, dann wird die Dividende eben geringer sein oder ausfallen." Bestimmen würden das so wie im Vorjahr die Emissionsbank der Anleihe und ein Wirtschaftsprüfer.

Von konjunkturellen Problemen sieht sich Kovats nicht betroffen. Alleine in den vergangenen vier Wochen habe der Auftragseingang 700 Millionen Euro betragen. Für 2008 peilt der A-Tec-Chef drei Milliarden Euro Umsatz sowie eine deutlich höhere EBIT-Marge an.

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen FORMAT Nr. 4/2008!

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