IHS-Rechnung in FORMAT: Alt gewinnt, Jung zahlt drauf!

Die Jugend zahlt drauf! Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT bereits am Donnerstag enthüllte, listet eine IHS-Studie zur Generationenbilanz das extreme Ungleichgewicht zwischen den Generationen auf: So lukriert zum Beispiel ein 68-Jähriger 192.000 Euro mehr als er einzahlt!

Die Studie mit dem Titel "Intergenerative Umverteilung, Pensionsreform und Budgetkonsolidierung in Österreich" berechnet, wie viel eine Generation für die Gesellschaft leistet oder wie viel sie vom Staat bekommt, welche Jahrgänge also im Schnitt zu den Profiteuren und welche zu den Verlierern des österreichischen Sozialsystems gehören.

Das Ergebnis zeigt, dass die Generation Sechzig Plus stark von der Umverteilung profitiert, während die heute Zwanzig- bis 35-Jährigen zu den Nettozahlern gehören. So erhält beispielsweise ein heute 68-Jährige im Schnitt 192.000 Euro mehr an Leistungen, als er in das System eingezahlt hat. Ein heute 28-Jährige wird aber im Laufe seines Lebens 113.000 Euro mehr einzahlen als tatsächlich bekommen, ist also Nettozahler. Statistisch gesehen steigt ein heute 73-Jährige am besten aus: Sein "Generationskonto" weist ein Plus von 199.000 Euro aus. Am schlechtesten haben es die heute Dreißigjährigen. Sie müssen mit einem Malus von 113.000 (28-Jähriger) bis 108.000 (33-Jähriger) rechnen.

Studienautor Reinhard Koman, der diese Berechnungen im Herbst 2001 gemeinsam mit Christian Keuschnigg (Universität St. Gallen) und Erik Lüth (International Monetary Fund, Washington) erstellt hat: "Es gibt ein großes Ungleichgewicht zu Lasten der jüngeren Generation - und dieses Ungleichgewicht ist maßgeblich eines des Pensionssystems."

Das Konzept der Generationenbilanz wurde von US-Ökonomen Anfang der Neunziger Jahre entwickelt und zeigt anschaulich, wie sich gesamten Zahlungsverpflichtungen eines Staates ("echte Staatsschuld") auf die Altersgruppen verteilen.

Die ausführliche Story lesen Sie im neuen FORMAT!

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