Ideale Forschungsbedingungen an Unis gewährleisten

Forschungsförderung ist Förderung der Innovation, einem Kind der Forschung. Eine Volkswirtschaft, deren innovative Kräfte erlahmen, verarmt, gleichgültig wie fleißig die Bevölkerung ist. Wir haben über die Jahrhunderte eine bewährte, kostensparende Struktur vorrangig für die Grundlagenforschung entwickelt, nämlich Universitäten, von deren apparativer und personeller Infrastruktur effizient zu profitieren ist.

Hier entsteht ständig wissenschaftlicher Nachwuchs, der mit Forschung vertraut ist, sozusagen ein „Bereitschaftsdienst“. Eine gute Politik besteht sicher in geeigneten Arbeitsbedingungen für fähige Leute und verlässlich etatisierten Mitteln.

Der Selbststeuerung der Forschung im „Elfenbeinturm“ wurde allerdings immer schon misstraut. Ein übertriebener Entscheidungs- und Planungsmechanismus jedoch erzeugt eine Scheu vor kreativen, anspruchsvollen Forschungsaufgaben und fördert das Interesse an „sicheren“ Vorhaben mit kleinerem Neuheitsgrad und geringerer Innovationsrelevanz.

Für die wichtige Übertragung der Ergebnisse zum Anwender besteht die Kunst darin, den Verwertungsaspekt nicht so stark in den Vordergrund zu stellen, dass man vor lauter Antrags-, Auftrags- und zielgebundener Arbeit kein Auge mehr für die zunächst gar nicht gesuchten, besonders wichtigen Erfindungen und Erkenntnisse hat. Hierzu einige bewährte Prämissen:

- Dem Hang zur Monopolisierung in Forschungseinrichtungen vorbeugen.

- Der Planbarkeit des wirklich wichtigen Neuen misstrauen.

- Den Neigungen zur permanenten Systemveränderung in der Forschung und Innovationslenkung abschwören. Einfacher: Im Forschungsbetrieb weniger „herumsteuern“, was auch billiger ist! Im Grunde steht das schon richtig im Strategiepapier des Rates für Forschung und Technologieentwicklung. Die FFG und der FWF sind richtig aufgestellt und funktionieren auch. Arbeitserleichternd und effizienzsteigernd wäre sicher eine einheitliche Zuständigkeit für diese Fragen in einem Ressort, nämlich Wissenschaft und Forschung.

Brigitte Ederer

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