Hypo Alpe-Adria: Bank der Rekorde

Die Kärntner Hypo Alpe-Adria mausert sich zum profitabelsten Geldhaus der Nation. Börsengang und ehrgeizige Tourismusprojekte sollen nun den sagenhaften Aufstieg krönen.

Der Kontrast könnte kaum größer sein: Wolfgang Kulterer startet seine Arbeitstage regelmäßig in einem futuristisch anmutenden Glaspalast in Klagenfurt.
Schon nach ein paar Stunden fliegt der Chef der Bankengruppe Hypo Alpe-Adria dann häufig nach Wien. Hier, im historischen Herzen der City, werkt der Topmanager an der Ecke Kärntner Straße / Stock-im-Eisen-Platz in einem Büro mit prächtigem Blick auf den Stephansdom.

Doch Kulterer bleibt kaum Zeit, die schöne Aussicht zu genießen. Denn der 52-Jährige steht im Zentrum einer sich in atemberaubendem Tempo entwickelnden Erfolgsstory: Seit der Vorwoche darf sich die zu 52 Prozent im Besitz des Landes Kärnten stehende Finanzgruppe (den Rest besitzt die Grazer Wechselseitige Versicherung, Grawe) nämlich als Österreichs beste und profitabelste Bank feiern lassen.

Laut der „European Banking Study 2004“ des deutschen Beratungsunternehmens zeb/rolfes.schierenbeck.associates rangieren die Kärntner – bewertet nach der durchschnittlichen Eigenkapitalrentabilität sowie dem Verhältnis zwischen Kosten und Ertrag – weit vor der Konkurrenz: Österreichs achtgrößtes Geldhaus schlägt Großbanken wie die Erste Bank (Platz vier), Raiffeisen Zentralbank (Platz zehn) oder Bank Austria Creditanstalt (gar nur Platz 37) um Längen.

Erstaunlich ist dieser Erfolg deshalb, weil Wolfgang Kulterer 1992 die schwer angeschlagene Hypo übernommen hatte: mit gerade einmal neun Filialen schrieb das Institut bei einer Bilanzsumme von 1,9 Milliarden Euro noch herbe Verluste.
Vor zwei Wochen präsentierte der Hypo-Chef („Ich habe drei Landeshauptleute mit vier verschiedenen Farben überlebt“) die neuesten Zahlen: 213 Standorte in acht Staaten, 17,8 Milliarden Bilanzsumme – sowie ein Gewinn vor Steuern von 171,5 Millionen im Vorjahr.

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