HotStuff in der Wiener Ausstellungsszene

Anfang März präsentiert sich die Wiener Ausstellungsszene erotisch wie glamourös. Neben der Eros-Schau im BA-CA Kunstforum und koreanischer Tabukunst in der Kunsthalle zeigt das KunstHaus die erste Museumsschau der Fotos von „Mamarazza“ Fürstin Manni Sayn-Wittgenstein.

Wir zeigen hier absolut nichts Böses, die Kronen Zeitung ist immer noch expliziter als die ‚Vereinigung‘ von Miró“, rückt Ingried Brugger die Intention ihrer großen Ausstellung über „Eros in der Kunst der Moderne“ zurecht. Mit vielen nackten Tatsachen von Egon Schiele bis Lucian Freud wird ab 1. März im BA-CA Kunstforum das breite Spektrum zwischen Erotik, Pornografie, Verführung, Wunschvorstellungen, Sehnsucht und Begierde abgedeckt. Eingebettet in goldene, dunkel- und rosarote Raumkonzepte präsentieren sich 200 Spitzenwerke vom Who’s who der Kunstgeschichte der letzten 120 Jahre.

„Dass wir via Werbung und Medien mit Unmengen von obszönem, zeitweise auch sexistischem Material überschwemmt werden, regt niemanden mehr auf. Sobald es aber um erotische Kunst geht, sind Erregung wie Faszination trotz der sexuellen Revolution ungebrochen“, daher ergebe, so Brugger weiter, eine Schau wie „Eros in der Kunst der Moderne“ durchaus Sinn.

Die international viel beachtete Ausstellung war als Kooperation mit der Fondation Beyeler bereits in Basel zu sehen. In Wien wird sie nun in leicht abgewandelter Form präsentiert und um einen Österreichschwerpunkt mit Positionen von Anton Kolig, Alfred Kubin, Valie Export, Siegfried Anzinger, Eva Schlegel und Christian Ludwig Attersee erweitert. Arbeiten der Kunstexhibitionistin Elke Krystufek hingegen wird man in der durchaus subjektiven Auswahl von Hauptkuratorin Brugger keine finden. „Elke Krystufek ist ja niemand, der explizit mit Erotik arbeitet, sondern in ihrem Œuvre geht es um Selbstreflexion in psychologischem Rahmen.“ Und das, so die Expertin zu ihrer Entscheidung, sei schon mit Valie Export als klassischer Position abgedeckt.

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