Hoch dosierter Visionär

Mit Paris Hilton will der Ischgler Hotelier und Tourismus-Provokateur Günther Aloys den von ihm kreierten Dosen-Prosecco „Rich“ weltweit als Kultmarke etablieren. Das Porträt eines Visionärs/Spinners.

Die Nacht nach dem Opernball verbrachte er in der Suite des Skandal-Starlets Paris Hilton. Die Hotelerbin war ob des stürmischen Andrangs der Paparazzi psychisch wie auch körperlich lädiert. „Sie hatte lauter blaue Flecken an den Armen und wollte eigentlich nur mehr nachhause“, erzählt Günther Aloys, 59, seines Zeichens Erfinder und Vermarkter des trendigen Dosen-Prosecco „Rich“, für dessen weltweite Promotion er die schrille Paris gewinnen konnte. Mit ein paar beruhigenden Worten und einem großen Wiener Schnitzel rettete der charismatische Tiroler die für den nächsten Tag in seinem Disco-Tempel Pacha in Ischgl angesetzte Geburtstagsfete für die platinblonde Selbstdarstellerin.

Tatsächlich strahlt der großgewachsene, schlanke Hotelier und Tourismusguru Aloys eine innere Ruhe aus, die auch auf sein Umfeld wirkt. Dabei ist der Mann ein kreatives Kraftwerk. „Ischgl ist mir manchmal zu eng. Ich fühle mich wie ein Rennpferd, das in der Box eingesperrt ist.“ Sein Tatendrang ist wirklich unbändig: Der einstige Bergbauernbub war mit dem Aufbau der beiden besten Häuser am Platz, der traditionellen Vier-Sterne-Herberge Elisabeth und des Designhotels Madlein, nicht ausgelastet. Der an der Innsbrucker Villa Blanka ausgebildete Touristiker kreiert seit vielen Jahren innovative Projekte, die ihm selbst immer visionär erscheinen, Kritikern jedoch günstigstenfalls verständnisloses Kopfschütteln entlocken. Oft wird er gar als Spinner bezeichnet, was den Vater von drei Töchtern nur peripher interessiert: „Ich habe kein Problem damit, Spinner ist ja nur das deutsche Wort für Visionär“, erklärt er lakonisch.

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