Hoch im Kurs

RLB-OÖ-Vorstand Heinrich Schaller ist drauf und dran, Chef der Wiener Börse zu werden. Die stille, aber steile Karriere des oberösterreichischen Top-Bankers.

Heinz Schallers öffentliche Auftritte sind rar, obwohl ihn sein derzeitiger Job durchaus fürs Rampenlicht prädestinieren würde: Der 46-Jährige ist Vorstand der Raiffeisen Landesbank OÖ (RLB OÖ), deren Vorstandsvorsitzender Ludwig Scharinger ist.

Als Kronprinz des 63-jährigen Scharinger gehandelt, zählt Schaller zu Oberösterreichs absoluten Top-Managern. In diese Wirtschaftselite ist er hineingeboren: Sein Vater war der einstige RLB-OÖ-Chef Karl Schaller, einer von Scharingers Amtsvorgängern, der in Oberösterreichs Business-Szene Legenden-Status hat.

Schaller spielt die Rolle des starken Mannes im Hintergrund nicht nur, weil sich Scharinger Repräsentationstermine gerne selbst vorbehält. Sie passt zu dem Manager, der als Experte seines Faches mit Handschlagqualitäten gilt. Doch jetzt muss er aus der Deckung kommen. Denn der Linzer Spitzenbanker ist seit wenigen Tagen Favorit für die Nachfolge des scheidenden Wiener-Börse-Vorstands Stefan Zapotocky. Er wäre damit Co-Vorstand von Michael Buhl.

In einem Interview mit dem deutschen Nachrichtensender n-tv hat Schaller schon früher ein klares Bekenntnis zur Wiener Börse abgegeben: „Sie verfügt nicht nur über starke Unternehmen und Ostphantasie, sondern auch über außerordentlich gute Rahmenbedingungen.“

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