Heuriger Erfolg stimmt optimistisch

„Die Salzburger Festspiele sind als weltweit bekannte Marke unverändert zeitgemäß.“

In einem der erfolgreichsten Jahre der Salzburger Festspiele fällt mir die Antwort „Ja!“ besonders leicht. Beinahe 250.000 überwiegend begeisterte Besucher können doch nicht irren. Ja, der unverwechselbare Beitrag der Salzburger Festspiele als weltweit bekannte „Marke“ zur Pflege der Kunst auf der Höhe ihrer Zeit ist unverändert „zeitgemäߓ.

Einmal mehr hat Salzburg mit einer Reihe von Beispielen beeindruckend gezeigt, dass der Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne gelingen kann. Das gilt für das „Wagnis“ einer Haydn-Oper, für die „Kontinent Scelsi“-Reihe im Konzertprogramm und für herausragende Eigenproduktionen, wie Heiner Müllers „Quartett“, im Schauspielbereich. Ein ebenso kritisches wie reifes Publikum ist der inspirierten und gleichzeitig wohlüberlegten Konzeption der Salzburger Festspiele auf „Die Nachtseite der Vernunft“ gefolgt. Salzburg hat mehr denn je Mut zur Erneuerung.
Und ja, Salzburg hat sich den Applaus verdient. In einem der größten Augenblicke dieser Saison hat Salzburg Daniel Barenboims „West-Eastern Divan“-Jugendorchester erleben dürfen. Die Leidenschaft und Präzision dieses großartigen Orchesters, bestehend aus jungen Musikern aus Israel, dem Iran und einer Reihe von arabischen Staaten, hat Maß genommen an den ganz großen Klangkörpern der Welt und verkündete – keineswegs nebenbei – die überzeugende Botschaft, dass ein harmonisches Miteinander möglich ist. Von hier aus noch einmal danke an dieses Projekt.

Heute stehen die Salzburger Festspiele in einem internationalen Wettbewerb mit anderen Kunst-Festivals. Bemerkenswert und überaus erfreulich ist dabei aus unserer Sicht das allgemein steigende Interesse an zeitgemäßen, höchstklassigen Interpretationen von Kunst. Das stimmt uns durch und durch optimistisch. Ich freue mich heuer schon auf die Salzburger Festspiele 2008.

Telekom Austria COO Alejandro Plater (li.) und CEO Thomas Arnoldner

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