Der Heurigen-Report

Der Heurigen-Report

Sie galten als Touristenfalle. Jetzt sind sie beliebter denn je. Heurige & Buschenschanken rüsteten auf und wurden zu Gourmet-Tempeln. Ein Überblick über die besten Heurigen in Österreich - ausgewählt von den Gästen, die ihre Wahl getroffen haben.

Was Besucher aus aller Welt an Wien so schätzen? Die Lipizzaner und Fiaker natürlich, die Kaffeehäuser, den Stephansdom und die Heurigen.

Über den Stephansdom lässt sich wenig mäkeln, die Lipizzaner wiederum haben einen hohen Wiedererkennungswert, und die Fiaker blockieren zwar den Verkehr, sind aber ein wesentlicher Bestandteil des Wien-Klischees.

Bleiben noch die Kaffeehäuser und die Heurigen. Und die eignen sich zum Nörgeln schon weit eher. Lange Zeit wurde in Wiens Kaffeehäusern meist eine dünne, fade Brühe serviert. Das hat sich inzwischen gebessert.

Und wie steht es mit den Heurigen? Ganz ähnlich. Denn auch dort war das Hauptprodukt lange Zeit eine Katastrophe: der Wein. Nicht selten wurden da charakterlose Rebensäfte an ganze Busfuhren von Touristen verabreicht, die den Gästen nur deshalb in Erinnerung blieben, weil ihnen noch Tage danach der Schädel dröhnte.

Neue Vielfalt. Heurigen gibt es ja bekanntlich nicht nur in Wien, sondern auch in Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark, wo sie plötzlich Buschenschank heißen. Das Problem aber war lange Zeit überall das gleiche: Die Branche schnarchte seit ewigen Zeiten friedlich vor sich hin und begnügte sich meist mit einem gastronomischen Mindestangebot weit unterhalb jeglicher Toleranzgrenze. Das ist heute anders. Die Heurigen- und Buschenschankszene ist vielfältiger, bunter und in jeder Hinsicht besser geworden. Vor allem Topwinzer wie Willi Bründlmayer in Langenlois, Christian Fischer in Sooß, Fritz Wieninger in Wien-Stammersdorf oder die Brüder Polz in der Südsteiermark haben schon vor einigen Jahren mit ihren Heurigen und Buschenschanken vorgemacht, dass es auch anders geht.

Der Falstaff-Verlag hat erstmals einen umfangreichen Heurigen- und Buschenschankguide herausgebracht. Das System der Bewertung ist dabei dasselbe wie beim Restaurantguide von "Falstaff“: Es voten ausnahmslos die Gäste der Betriebe.

Als Sieger ging der Langeloiser Spitzenwinzer Willi Bründlmayer hervor, dessen Heurige auch bei Gault Millau in den beiden vergangenen Jahren mit immerhin zwei Hauben bewertet wurde.

Falstaff-Top-10

  1. Bründlmayer 3550 Langenlois; bruendlmayer.at
  2. Heuriger Fischer 2504 Sooß weingut-fischer.at
  3. Heuriger Wieninger 1210 Wien; heuriger-wieninger.at
  4. Schwein und Wein 7083 Purbach; schweinundwein.com
  5. Heuriger Edlmoser 1230 Wien; edlmoser.at
  6. Podersdorfer Weinstube 7141 Podersdorf; dankbarkeit.at
  7. Polz Buschenschank 8471 Spielfeld; polz-buschenschank.at
  8. Pulker’s Heuriger 3602 Rührsdorf; pulkers.at
  9. Wieninger am Nußberg 1190 Wien; wieninger-am-nussberg.at
  10. Weingut Christ 1210 Wien; weingut-christ.at

Lesen Sie den ganzen Artikel mit den Top 5 der Bundesländer in FORMAT Nr. 22/2015
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