Heller am Ball

André Heller & die Fußball-WM: Am Freitag findet die Endauslosung („Final Draw“) statt. Am 7. Juni 2006 geht Hellers gigantische WM-Gala über die Bühne. FORMAT fragte nach den Details.

Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich mich auf dieses WM-Abenteuer eingelassen habe“, räsoniert André Heller, „aber ich bin gemeinsam mit Franz Beckenbauer der letzte Mohikaner, der noch vom ursprünglichen Team dabei ist.“ Im Sommer 2000 hatte sich eine erlesene „Männerrunde“ in Hellers Sommerdomizil am Gardasee in Italien zusammengesetzt, um den vielseitigen und viel beschäftigten Performer für die künstlerische Ausrichtung der Fußball-WM 2006 in Deutschland zu gewinnen – darunter WM-Organisationschef Franz Beckenbauer, Exbundeskanzler Gerhard Schröder, FIFA-Präsident Sepp Blatter und Innenminister Otto Schily, der klar formulierte, dass Heller wohl der einzige Garant dafür sei, dass das Ganze „nicht in versiffter provinzieller Weise stattfindet“, erzählt Heller.

Jetzt hat Heller in Berlin sein prominentes Team für die große Eröffnungsgala zur Fußball-WM am 7. Juni präsentiert. Für seinen „Spagat zwischen Massenkultur und ernsthafter Show“ hat er sich Peter Gabriel als Musikdirektor, Brian Eno als Komponisten, Rockbühnen-Designer Marc Fischer und den französischen Starchoreografen Philippe Decouflé mit ins Boot geholt. Gezeigt werden soll die internationale Geschichte des Fußballs in einem 90-minütigen Spektakel, das sich der Fußballweltverband Fifa stolze 25 Millionen Euro kosten lässt. „Unsere Ambition ist, nicht den Klischeevorstellungen, die man von Eröffnungen hat, zu entsprechen. Also witziger, merkwürdiger und künstlerischer zu arbeiten“, so Zeremonienmeister Heller. „Die Zuschauer werden mit einer Qualität konfrontiert, die normalerweise bei solchen Ereignissen nicht vorkommt. Keiner der Stars macht das nur, um Geld zu verdienen, denn jeder Einzelne verdient mit einem Konzert das Zehnfache. Die machen das aus Freude an der Lust. Und ich bin tief gerührt, dass so etwas funktioniert.“

Die WM-Gala im Olympiastadion von Berlin ist ein Fifa-Event für rund eine Milliarde Fernsehzuschauer in aller Welt und nicht zu verwechseln mit dem offiziellen WM-Kulturprogramm, das von der deutschen Bundesregierung via eigens gegründete DFB-Kulturstiftung mit 30 Millionen Euro finanziert wird. Der künstlerische Kurator dieser insgesamt 45 Projekte heißt ebenfalls André Heller. „Um das ganze Land mit Vorfreude zu durchfluten“, hat er bereits 2003 den „WM-Globus“, eine 17 Meter hohe begehbare Fußballskulptur, durch Deutschland geschickt.

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